Microsoft-Konto · Anmeldeproblem
Microsoft fragt nach einer Handynummer, die es längst nicht mehr gibt?
Das passiert erstaunlich oft – meist, weil bei der Einrichtung vor Jahren eine Nummer hinterlegt wurde, die heute abgelaufen oder vergeben ist. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich das lösen, auch ohne diese Nummer.
Wichtig zu wissen: Das ist kein Fehler bei Ihnen. Microsoft verlangt bei sicherheitsrelevanten Änderungen – etwa beim Austauschen der hinterlegten Nummer – grundsätzlich eine Bestätigung über ein bereits bekanntes Sicherheitsmerkmal. Das gilt selbst dann, wenn Sie gerade ganz normal in Ihrem Postfach unterwegs sind. Der Grund: Es soll verhindern, dass jemand, der zufällig Zugriff auf eine offene Sitzung hat, Ihre Sicherheitsdaten austauscht.
Erst die wichtigste Frage
Kommen Sie mit Ihrem Passwort noch in Ihr Postfach oder Konto hinein?
Sie kommen noch mit Passwort hinein
Das ist der einfachere Fall. Die alte Nummer lässt sich selbst ersetzen, ohne das große Wiederherstellungsformular.
- Öffnen Sie diese Adresse:
- Melden Sie sich mit Ihrem gewohnten Benutzernamen und Passwort an.
- Werden Sie nach einem Bestätigungscode gefragt: Wählen Sie „Ich habe keines davon“. Geben Sie auf keinen Fall die alte Nummer ein – das führt nur zurück zum Anfang.
- Tragen Sie eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse ein, auf die Sie wirklich Zugriff haben.
- Fertig. Jetzt heißt es warten.
Etwa 30 Tage Geduld. Microsoft übernimmt die neue Angabe erst nach einer Wartezeit – das ist Absicht und schützt Ihr Konto. Mit Passwort kommen Sie in dieser Zeit ganz normal weiter hinein. Und: Ändern Sie hier nur eine Angabe auf einmal. Wer mehrere Sicherheitsinfos gleichzeitig austauscht, riskiert eine 30-tägige Komplettsperre des Kontos.
Sie kommen gar nicht mehr hinein
Dann bleibt nur das offizielle Wiederherstellungsformular von Microsoft.
- Öffnen Sie diese Adresse:
- Füllen Sie das Formular so genau wie möglich aus: frühere Passwörter (auch ältere, nicht nur das letzte), genutzte E-Mail-Adressen, ungefähres Datum der Kontoerstellung, genutzte Geräte, laufende Microsoft-Abonnements.
- Je mehr davon zutrifft, desto besser stehen die Chancen – das System prüft vollautomatisch, ohne menschliche Entscheidung.
- Das Formular lässt sich höchstens zweimal pro 24 Stunden abschicken. Oft braucht es mehrere Versuche mit jeweils etwas anderen Angaben.
- Die Bearbeitung kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern.
Wichtig: Ein Support-Mitarbeiter kann diese automatische Prüfung nicht von Hand übersteuern. Es lohnt sich trotzdem, es nach einer Ablehnung mit anderen Details erneut zu versuchen, statt nach dem ersten Mal aufzugeben.
Mehr im Hintergrund: Warum lässt sich das nicht einfach so ändern?
Microsoft speichert für jedes Konto sogenannte Sicherheitsinformationen – meist eine Telefonnummer und/oder eine zusätzliche E-Mail-Adresse. Diese werden für zwei Dinge genutzt: für die Anmeldung selbst und für den Fall, dass das Passwort einmal vergessen wird. Genau weil diese Angaben so mächtig sind, lässt Microsoft sie nicht per einfachem Klick ändern. Jede Änderung muss über ein bereits bestehendes Merkmal bestätigt werden – und wenn keines davon mehr erreichbar ist, braucht es den Umweg über „Ich habe keines davon“ samt Wartezeit, oder im schlimmsten Fall das Wiederherstellungsformular. Das wirkt im ersten Moment kompliziert, schützt aber genau davor, dass jemand mit gestohlenen Zugangsdaten das Konto übernimmt und Sie endgültig aussperrt.