WinRAR - Was neu ist in dieser Version Version 5.50 1. WinRAR und RAR für die Befehlszeile verwenden nun standardmäßig das RAR-5.0-Archivformat. Mit der Option "RAR4" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Allgemein" oder dem Schalter -ma4 in der Kommandozeile kann man auf das RAR-4.x-kompatibles Archivformat wechseln. Bevorzugen Sie standardmäßig das RAR-4.x-Format, benutzen Sie die Schaltfläche "Standard festlegen..." im Dialog "Einstellungen - Komprimierung" in den WinRAR-Einstellungen und wählen im angezeigten Dialog die Option "RAR4" aus. Diese Änderung betrifft nur Neuinstallationen. Wenn in vorherigen Versionen im Standard-Komprimierungsprofil bereits RAR als Archivformat gespeichert wurde, beachtet WinRAR diese Einstellungen. 2. Passworteinträge können nun verschlüsselt und vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden. Klicken Sie dazu im Dialog "Passwörter verwalten" auf die Schaltfläche "Master-Passwort festlegen...". Sind die gespeicherten Passwörter durch ein Master-Passwort geschützt, müssen Sie zunächst das Master-Passwort angeben und es mit "OK" bestätigen, um auf die Passwörter zuzugreifen. Ist das eingegebene Passwort nicht das Master-Passwort, wird die angegebene Zeichenkette als gewöhnliches Passwort für Archivoperationen behandelt. Wurde das Master-Passwort einmal angegeben, ist es gültig, bis WinRAR geschlossen wird. Schließen Sie WinRAR und öffnen Sie WinRAR erneut, nachdem Sie das Master-Passwort angegeben haben, wenn Sie sehen möchten, wie dieser Schutz funktioniert. Geben Sie das derzeit gültige und anschließend ein leeres Master-Passwort an, um die Verschlüsselung von den vorher geschützten Passworteinträgen zu entfernen. Diese WinRAR-Version verwendet ein neues Datenformat für den Passwortmanager, sodass die im Dialog "Passwörter verwalten" gespeicherten Passwörter von älteren Versionen nicht gelesen werden können. Das betrifft nicht die verschiedenen Verschlüsselungsformate bei Archiven, verschlüsselte Archive sind weiterhin kompatibel mit älteren WinRAR-Versionen. Die Daten im Passwortmanager werden erst dann in das neue Datenformat konvertiert, wenn Sie die Daten erstmalig mit der neuen Version speichern und nicht sofort nach der WinRAR-Installation. 3. Beim Speichern eines Passworts in einem Komprimierungsprofil wird nun ein Hinweis-Dialog angezeigt, der dazu auffordert, ein Master-Passwort festzulegen. Sie können eine Master-Passwort angeben, um das in der Registry gespeicherte Passwort zu verschlüsseln und es vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Danach müssen Sie dieses Master-Passwort im Dialog "Passwort eingeben" angeben, um auf so ein Komprimierungsprofil zuzugreifen. Wurde das Master-Passwort einmal angegeben, ist es gültig, bis WinRAR geschlossen wird. Schließen Sie WinRAR und öffnen Sie WinRAR erneut, nachdem Sie das Master-Passwort angegeben haben, wenn Sie sehen möchten, wie dieser Schutz funktioniert. 4. WinRAR verwendet nun standardmäßig AES-256 im CTR-Modus, um ZIP-Archive zu verschlüsseln. Der Verschlüsselungsalgorithmus AES-256 ist viel sicherer als der alte ZIP-2.0-Verschlüsselungsalgorithmus, kann aber inkompatibel zu einigen älteren Unzip-Tools sein. Wird die Kompatibilität mit diesen Tools benötigt, kann im Dialog "Passwort eingeben" die Option "Alte ZIP-2.0-Verschlüsselung" aktiviert oder in der Befehlszeile der Schalter -mezl angegeben werden. 5. Das Entpacken von .LZ-Archiven, die vom Komprimierer Lzip erstellt wurden, wird nun unterstützt. 6. Moderne TAR-Tools können Dateizeiten mit hoher Präzision, längere Dateinamen und extrem große Dateigrößen in speziellen Headern (PAX Extended Headers) innerhalb von TAR-Archiven speichern. WinRAR unterstützt nun solche PAX-Header und verwendet sie beim Entpacken von TAR-Archiven. 7. Mit der neuen Option "Zeit der letzten Änderung speichern" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Zeit" kann bei RAR-5.0-Archiven die Speicherung der Zeiten der letzten Änderung unterbunden werden. Die alte Option "Zeit der letzten Änderung mit hoher Genauigkeit speichern" wurde durch die Option "Mit hoher Genauigkeit speichern" ersetzt. 8. Neue Option "Vollständigen Pfad in der Titelleiste" im Dialog "Einstellungen - Allgemein". Ist die Option aktiviert, wird der vollständige Pfad des derzeit geöffneten Verzeichnisses oder Archivs in der WinRAR-Titelleiste angezeigt. 9. Neue Option "Dateitypen, die zunächst als Archive geöffnet werden" im Dialog "Einstellungen - Komprimierung". Hier kann festgelegt werden, was in der WinRAR-Dateiliste im Dateimanagementmodus bei Enter oder Doppelklick auf Dateien passieren soll, die ein Archiv enthalten, aber keine Archiv-Dateinamenserweiterung haben. Beispiele für solche Dateien sind .docx oder selbstentpackende .exe-Archive. Es kann festgelegt werden, ob solche Dateien zunächst als Archiv geöffnet, ausgeführt oder mit den verknüpften Programmen geöffnet werden sollen. Standardmäßig werden selbstentpackende .exe-Archive geöffnet und andere Arten von Archiven ohne Archiv-Dateinamenserweiterungen ausgeführt. Unabhängig von diesen Optionen ist es immer möglich eine Archivdatei zu öffnen, indem in der WinRAR-Dateiliste auf dem Dateinamen die Tastenkombination Strg+BildRunter gedrückt wird. Die beiden Optionen "Standardverzeichnis für Archive" und "Standardverzeichnis für entpackte Dateien" wurden vom Dialog "Einstellungen - Komprimierung" in den Dialog "Einstellungen - Verzeichnisse" verschoben. 10. Der neue Befehl "Pfade in Zwischenablage kopieren" im Menü "Datei" kopiert die vollständigen Pfade aller ausgewählten Dateien und Verzeichnisse in die Zwischenablage. 11. Änderungen im Kontextmenü, das beim Rechtsklick mit der Maus in der WinRAR-Dateiliste erscheint: a) Einige Befehle, die sich auch in der Symbolleiste oder im Hauptmenü befinden, wie z. B. "Anzeigen" oder "Reparieren", wurden aus diesem Kontextmenü entfernt; b) Der Befehl "Pfade in Zwischenablage kopieren" wurde hinzugefügt; c) "Ausführen" für ausführbare Dateien, "Mit verknüpftem Programm öffnen" für verknüpfte Dateien und "Archivinhalt anzeigen" für Archive wurden hinzugefügt. Diese Menüeinträge ermöglichen es, bei SFX-Archiven und Dateien mit einer Nicht-Archiv-Dateinamens- erweiterung eine der möglichen Aktionen auszuwählen. Diese Menüeinträge sind nur im Dateimanagementmodus vorhanden und stehen nicht innerhalb von Archiven zur Verfügung. 12. Im Dialog "Einstellungen - Integration" wurden LZ und ZIPX der Liste der Dateinamenserweiterungen hinzugefügt, die mit WinRAR verknüpft werden können. 13. Die Dateierweiterungen LZ und ZIPX wurden zur Liste der Standardformate für den Schalter -ms ("Dateitypen angeben, die ohne Komprimierung im Archiv gespeichert werden") hinzugefügt. Die beiden Dateierweiterungen werden nun implizit angenommen, wenn der Schalter ohne Parameter aufgerufen wird. 14. Beim Schalter -sc gibt es nun den Parameter 'f', mit dem die UTF-8-Kodierung angegeben werden kann. Zum Beispiel liest rar a -scfl archivname @dateiliste.txt den Inhalt der Dateiliste.txt als UTF-8-Text. 15. Die RAR-Befehle "lt" and "vt" zeigen nun die Dateizeiten mit einer Genauigkeit von einer Nanosekunde an. Diese Präzision wird in RAR5-Archiven verwendet, die mit RAR unter Unix erstellt werden. Mit WinRAR erstellte Archive haben eine Präzision von 100ns bei den Dateizeiten. 16. Beim Schalter -ts werden nur noch die Präzisionsangaben '+', '-' und '1' unterstützt. '+' speichert die Dateizeit mit höchster Genauigkeit, bei '-' wird die Speicherung unterbunden und bei '1' wird sie mit einer Genauigkeit von einer Sekunde gespeichert. Die in vorherigen RAR-Versionen verfügbaren Präzisionsangaben '2' und '3' stehen beim RAR-5.0-Archivformat nicht zur Verfügung und werden beim Schalter -ts ignoriert. 17. Wird bei einem RAR5-Archiv beim Entpacken ein falsches Passwort für eine verschlüsselte Datei eingegeben, wird der Entpackvorgang nicht mehr abgebrochen. Stattdessen wird der Anwender erneut aufgefordert, für dieselbe Datei ein gültigen Passwortes anzugeben. 18. Bewegt man während einer Archivoperation im Fortschrittsdialog die Maus über den Namen der gerade verarbeiteten Datei, so wird in einem Popup der Dateipfad dieser Datei angezeigt. 19. Der Name des derzeit aktiven Komprimierungsprofils wird im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen" über der Schaltfläche "Profile..." angezeigt. 20. Wird der Befehl "Suchen" aufgerufen, während man sich in einem Unterverzeichnis eines Archivs befindet, enthält das Suchfeld "nach folgenden Dateinamen" den Pfad zu dem Unterverzeichnis. Damit startet die Dateisuche standardmäßig mit dem Unterverzeichnis. 21. Behobene Fehler: a) Mehrere Abstürze und eine Sicherheitslücke beim Entpacken von beschädigten RAR-Archiven wurde behoben; b) WinRAR konnte Dateien in ZIP-Archiven nicht entpacken, die mit dem XZ-Algorithmus komprimiert und mit AES verschlüsselt wurden; c) War in den WinRAR-Einstellungen die Option "Windows- Fortschrittsbalken" deaktiviert und wurde beim Archivieren die Option "Jede Datei in ein unterschiedliches Archiv" verwendet, zeigte der "goldenen" Teil des Gesamtfortschrittsbalkens nicht die richtige Kompressionsrate an; d) Das Entpacken von mehrteiligen SFX-Archiven war fehlerhaft, wenn die Gesamtgröße aller Teile 4 GB überschritt; e) Enthielt ein archivierter Verzeichnisname am Ende Leerzeichen, entpackte der Anwender einige Verzeichnisse im Archiv, die sich nicht im Wurzelverzeichnis des Archivs befanden, und war die Option "Möglicherweise inkompatible Namen erlauben" beim Entpacken deaktiviert, so konnte es passieren, dass am Anfang des entpackten Verzeichnisnamens ein oder mehrere Zeichen fehlten; f) Wurde in einem RAR5-Archiv nur die Zeit der Erstellung oder nur die Zeit des letzten Zugriffs mit einer Genauigkeit von einer Sekunde gespeichert, wie z. B. mit den Schaltern -ma5 -tsm- -tsa1, dann wurde diese gespeicherte Zeit beim Entpacken ignoriert. Version 5.40 1. Im Untermenü "Namenskodierung" im Menü "Optionen" kann die Zeichenkodierung für archivierte Dateinamen ausgewählt werden. Die Auswahl einer Kodierung wirkt sich auf die Anzeige von Dateien und Verzeichnissen in Archiven und auf Befehle zum Entpacken aus. Mit der Tastenkombination Strg+E lässt sich das Menü für die Auswahl einer Zeichenkodierung schnell aufrufen. Nützlich ist die Auswahl einer Kodierung beim Entpacken von Archiven, die keine Unicode-Dateinamen enthalten. Beispielweise wenn eine ZIP-Datei mit chinesischen Dateinamen unter Windows entpackt werden soll, aber in den Windows-Einstellungen für Unicode-inkompatible Programme als Sprache Russisch eingestellt ist. 2. Befinden sich in einem Verzeichnis neben den normalen RAR-Volumen eines gesplitteten Archivs auch RAR-Wiederherstellungsvolumen, so werden beim Ausführen des Befehl zum Testen des Archivs nach dem Test der .rar-Dateien auch die .rev-Dateien überprüft. Sollen nur die .rev-Dateien getestet werden, ohne die .rar-Dateien zu prüfen, wählen Sie in der Dateiliste von WinRAR nur die .rev-Dateien aus und wenden sie den Befehl "Testen" nur darauf an. In der Befehlszeile erreicht man das mit: rar t archivname.part1.rev 3. Obwohl das NTFS-Dateisystem Dateinamen erlaubt, die mit Leerzeichen oder Punkten enden, können viele Windowsprogramme mit solchen Dateinamen nicht richtig umgehen. Wird die Option "Möglicherweise inkompatible Namen erlauben" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen: Erweitert" deaktiviert, entfernt WinRAR beim Entpacken alle Leerzeichen und Punkte am Ende von Dateinamen, sofern welche vorhanden sind. Standardmäßig ist diese Option deaktiviert. Unter Windows entfernt die Konsolenversion von RAR beim Entpacken daher immer alle Leerzeichen und Punkte am Ende von Dateinamen, es sei denn, der Schalter -oni wurde angegeben. 4. In vorherigen Versionen wurde bei der Auswahl des Updatemodus' "Archivinhalt synchronisieren" (Befehlszeilenschalter -as) der Archivierungsvorgang abgebrochen, wenn auf ein zu archivierendes Verzeichnis nicht zugegriffen oder das zu archivierende Verzeichnis nicht gelesen werden konnte. Nun setzt WinRAR den Vorgang fort und belässt im Archiv alle Dateien, die zu den nicht lesbaren Verzeichnissen passen. 5. In WinRAR kann die Tastenkombination Umsch+Entf nun auch verwendet werden, um Verzeichnisse zu löschen, deren Namen mit Leerzeichen und Punkten endet. In den vorherigen Versionen von WinRAR konnten solche Verzeichnisse weder mit dem normalen Löschen in den Papierkorb noch mit der Tastenkombination Umsch+Entf gelöscht werden. Im Gegensatz zur Taste Entf werden bei der Tastenkombination Umsch+Entf Dateien unwiderruflich gelöscht und nicht in den Papierkorb verschoben. Bei Dateien mit den Attributen System oder Schreibgeschützt erfolgt keine weitere Rückfrage vor dem Löschen. 6. Um Verzeichnisse zu entpacken oder zu kopieren, können sie aus dem Verzeichnisbaum verschoben und auf andere Programme oder den Desktop fallen gelassen werden (Drag&drop). Verwenden Sie das Archivicon an der Wurzel des Verzeichnisbaums, um das gesamte Archiv zu entpacken. 7. Nach dem Betätigen der Schaltfläche "Verzeichnis erstellen" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen" wird nun als neuer Ordnername anstelle des allgemeinen Namens "Neues Verzeichnis" ein Name vorgeschlagen, der sich aus dem aktuellen Archivnamen ableitet. 8. Versionsinformationen der RAR-Konsolenversion: a) Wird der Schalter -iver angegeben, zeigt RAR die Versionsnummer an und beendet die Ausführung. Man kann also einfach "RAR -iver" in der Befehlszeile ausführen; b) Unter Windows zeigt RAR an, ob die 32-Bit-Version oder die 64-Bit-Version ausgeführt wird. Sowohl bei dem Schalter -iver als auch im Copyright-Titel bei allen anderen Befehlen wird "x86" oder "x64" bei den Versionsinformationen angezeigt. 9. Wird der Schalter -p ohne den optionalen Parameter verwendet, kann das Passwort auch per Dateiumleitung oder Pipe gesetzt werden. Zum Beispiel: rar -p meinarchiv.rar meinedateien < psw.txt 10. Die RAR-Konsolenversion behandelt die Angabe 'archivname.partN' in der Befehlzeile als 'archivname.partN.rar', wenn 'archivname.partN' nicht vorhanden ist und 'archivname.part#.rar' existiert. Es ist zum Beispiel mit dem Befehl RAR x archivname.part01 möglich, das Archiv archivname zu entpacken, beginnend mit dem Volumen archivname.part01.rar. 11. Verbesserungen bei der 7z-Archiv-Unterstützung: a) WinRAR erkennt nun solide 7z-Archive als solche und zeigt den Status "Solide" beim Befehl "Informationen anzeigen" korrekt an; b) WinRAR zeigt bei LZMA- und LZMA2-7z-Archiven beim Befehl "Informationen anzeigen" die Wörterbuchgröße an; c) Beim Anzeigen des Archivinhalts von 7z-Archiven mit WinRAR wird bei Dateien innerhalb von soliden 7z-Blöcken, deren gepackte Größe nicht bekannt ist, nicht mehr '0' sondern '?' angezeigt. 12. Die maximale Länge des RAR-Archivkommentars wurde von 64 kB auf 256 kB angehoben. Da SFX-Skript-Befehle im Archivkommentar gespeichert werden, sind nun nicht nur ein längerer Lizenztext sondern ganz allgemein längere Texte in SFX-Archiven möglich. 13. Die Größe der Standardschriftart des Betrachters in WinRAR wird nun entsprechend der eingestellten dpi-Zahl unter Windows angepasst, auch bei höheren dpi-Werten. 14. Der Schalter -scul kann nun auch mit UTF-16-Listendateien verwendet werden, deren Byte-Reihenfolge als Big-Endian vorliegt. Voraussetzung dafür ist eine korrekte Bytereihenfolge-Markierung (Byte Order Mark) am Anfang der Listendatei. In vorherigen Versionen wurden nur Listendateien mit Byte-Reihenfolge Little-Endian unterstützt. 15. Die Systemanforderungen für WinRAR wurden erhöht: Die mindestens erforderliche Windows-Version ist nun Windows XP SP3. WinRAR kann unter Windows XP ohne Service Packs nicht ausgeführt werden. 16. Die Option "Großbuchstaben erlauben" im Dialog "Einstellungen - Dateiliste" wurde entfernt. Diese Option war für den einfachen Übergang von der MS-DOS-Version zur Windows-Version vorgesehen und wird nicht mehr benötigt. 17. Behobene Fehler: a) Der Befehl "Packen und als E-Mail versenden" funktionierte mit bei WinRAR 5.31 x64 nicht mit Microsoft Outlook x64; b) Wenn eine WinRAR-5.31-Version mit einer Rechts-nach-links-Sprache auf einem Windows in englischer oder einer anderen nicht Rechts- nach-links-Sprache installiert wurde, konnte es passieren, dass WinRAR das Layout des Windows-Explorers auf "Rechts nach links" änderte; c) War ein Archiv in einem Verzeichnis ohne Schreib-Berechtigung gespeichert und wurde der Archivinhalt mit Drag&drop in ein beschreibbares Verzeichnis entpackt, forderte WinRAR unnötigerweise höhere Rechte an. Die Eingabeaufforderung zur Rechteerhöhung der Windows-Benutzerkontensteuerung wurde angezeigt. Version 5.31 1. Folgende Punkte wurden bei der Verwendung eines Anzeigemodus mit hoher dpi-Zahl unter Windows korrigiert: a) Wurde die Textgröße in den Windows-Einstellungen auf 150% oder mehr gesetzt, erhöhte sich die Textgröße in der Hilfe zu WinRAR nicht entsprechend. Die Textgröße war zu klein; b) Die Standard-Spaltenbreiten in der WinRAR-Dateiliste war bei Textgrößen in den Windows-Einstellungen von 125% oder mehr kleiner als erwartet. 2. Verbesserungen der grafischen Benutzeroberfläche für linksläufige Sprachen (RTL-Sprachen): a) Ordnungsgemäße Textausrichtung in den einfachen Rückfragedialogen von WinRAR, wie z.B. bei der Bestätigung vor dem Löschen von archivierten Dateien oder vor dem Löschen der Protokolldatei; b) In mehrseitigen Dialogen, wie z.B. in den Dialogen "Archivname und Archivparameter einstellen" und "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen", werden die Schaltflächen "OK", "Abbrechen" und "Hilfe" nun korrekt ausgerichtet und gemäß der Standard-Windows-Anzeigesprache übersetzt. 3. Behobene Fehler: a) Bei WinRAR-SFX-Module konnte es wegen des Aufrufs von Windows-API- Funktionen passieren, dass DLL-Bibliotheken aus dem eigenen Anwendungsverzeichnis geladen wurden. Das konnte zu einer Sicherheitslücke werden, wenn DLL-Dateien mit Schadcode im selben Verzeichnis wie das SFX-Archiv gespeichert wurden. Jetzt treffen SFX-Module unter Windows Vista und neuer zusätzliche Maßnahmen, um so eine Situation zu verhindern. Beachten Sie, dass sowohl Nutzer unter Windows, bei dem die aktuellen Sicherheitsupdates nicht installiert sind, als auch Nutzer unter Windows XP weiterhin betroffen sein können. Sie sollten daher besonders vorsichtig sein und nur SFX-Archive in einem Verzeichnis ausführen, das neben dem SFX-Archiv keine verdächtigen DLL-Dateien enthält; b) Unter WinRAR 5.30 konnten .lnk-Dateien aus der Dateiliste heraus nicht ausgeführt werden. Version 5.30 1. Die im September und Oktober 2015 in den Nachrichten veröffentlichten Informationen über eine kritische Sicherheitslücke in den selbst- entpackenden Archiven von WinRAR sind falsch. Leider haben die Massenmedien nicht erkannt, dass das, was als WinRAR-Sicherheitslücke beschrieben wird, eine Windows-OLE-Sicherheitslücke ist, für die bereits im November 2014 von Microsoft ein Patch veröffentlicht wurde: https://technet.microsoft.com/en-us/library/security/ms14-064.aspx Selbst wenn der Patch für diese Windows-OLE-Sicherheitslücke nicht installiert ist, gibt es keine neuen Risikofaktoren bei WinRAR-SFX-Archiven. Für weitere Details lesen Sie bitte den Artikel unter http://rarlab.com/vuln_sfx_html2.htm. Für WinRAR sind keine Patches oder Fehlerbehebungen nötig. 2. Entpacken von mehrteiligen ZIP-Archiven hinzugefügt, die von 7-Zip erstellt wurden. Diese Archive haben die Dateiendungen .zip.001, .zip.002, ... Um so ein Archiv zu entpacken und dessen Inhalt anzuschauen, öffnet man die .zip.001-Datei in der WinRAR-Oberfläche. Alle Teile des Archiv müssen sich vor dem Entpacken in demselben Verzeichnis befinden. 3. Entpacken von Dateien hinzugefügt, die in mehrere Teile aufgeteilt sind. Die Teile haben die Dateiendungen .001, .002, ... Die .001-Datei kann wie ein normales Archiv geöffnet und der Inhalt entpackt werden. WinRAR setzt alle Teile zusammen und speichert die zusammengesetzte Datei im Zielverzeichnis. Alle Teile der aufgeteilten Datei müssen sich vor dem Entpacken in demselben Verzeichnis befinden. Der Eintrag "001" ist nun ebenfalls in der Liste "WinRAR verknüpfen mit" im Dialog "Einstellungen - Integration" enthalten. 4. In der WinRAR-Dateiliste kann man nun mit den Vor- und Zurück-Buttons der Maus oder mit den Tastenkombinationen Alt+Links und Alt+Rechts in der Liste der kürzlich besuchten Verzeichnisse vor und zurück springen. 5. In der RAR-Kommandozeile können nun für die zu archivierenden Dateien Verzeichnis-Wildcards angegeben werden. Zum Beispiel: rar a backup c:\backup\2015*\* Archiviert alle '2015*'-Verzeichnisse in c:\backup. Verwenden Sie den Schalter -r, um auch in den Unterverzeichnissen von c:\backup nach '2015*' zu suchen. 6. Bei SFX-Archiven wechselt die Beschriftung der Schaltfläche "Entpacken" nach dem Start des Entpackvorgangs zu "Pause". Damit kann der Entpackvorgang angehalten und später fortgesetzt werden. 7. Die Option "Verschlüsselte überspringen" im Dialog "Dateien suchen" ermöglicht das Überspringen von verschlüsselten Archiven bei der Dateisuche. Es verhindert, dass bei jedem verschlüsselten Archiv nach dem Passwort gefragt wird. 8. Der Befehl "Archiv testen" funktioniert nun auch für tar.gz, tar.bz2 und tar.xz Archiven. Da das TAR-Format keine Dateiprüfsummen enthält, überprüft WinRAR nur die Gültigkeit des GZIP-, BZIP2- oder XZ-Containers. 9. Das Hinzufügen eine Zeichenkette zum WinRAR-Diagnosefenster kann langsam sein und bei tausenden Fehlern die Performance des aktuellen Vorgangs negativ beeinflussen. Das Hinzufügen von Meldungen läuft nun immer schnell ab, es ist unabhängig von der Anzahl der Meldungen. 10. Das neue Objekt 'R' beim Schalter -sc legt bei der RAR-Konsolenversion die Kodierung der Meldungen fest, die zu Dateien oder an Pipes umgeleitet werden. Zum Beispiel: rar lb -scur daten > liste.txt erstellt die Datei liste.txt mit den Dateinamen im Archiv in Unicode-Kodierung. 11. Der Parameter für die Ruhezeit im Schalter -ri[:] wurde angepasst, sodass der Einfluss auf die RAR-Performance geringer ist. Insbesondere die Auswirkungen auf Operationen, bei denen Wiederherstellungsinformationen beteiligt sind, sind geringer. Um die Auslastung des Systems auf dasselbe Maß wie in vorherigen Versionen zu verringern, müssen höhere Werte für die Ruhezeit angegeben werden. 12. Die Konsolenversion von RAR zeigt bei den Befehlen "l" und "v" die Dateizeit nun im Format YYYY-MM-DD an. 13. Beim Entpacken von RAR- und ZIP-Archiven, die unter Unix erstellt wurden, werden Unicode-Zeichen in zerlegter Form auf die entsprechenden Zeichen in zusammengesetzter Form abgebildet (Unicode-Normalisierung). Diese Umwandlung ist für manche unter Unix- oder OS X erstellte Archive notwendig, um nicht-englische Dateinamen korrekt unter Windows entpacken zu können. Das funktioniert unter Windows Vista und neueren Windows-Versionen. 14. Beim Entpacken von .7z-Archiven wird nun bei allen neu erstellten Verzeichnissen die Zeit der letzten Änderung gesetzt. In vorherigen Versionen wurde die Zeit nur bei nichtleeren Verzeichnissen gesetzt. 15. WinRAR verhindert während einer Archivoperation den Wechsel des PCs in den Energiesparmodus. Bis zum Abschluss einer Archivoperation, wie z. B. das Packen, Entpacken oder eine andere Archivbearbeitung, wird verhindert, dass Windows den Computer in den Energiesparmodus versetzt. 16. Der Gesamtfortschritt wird nun auch beim Entpacken von .arj-, .lzh- und .cab-Archiven angezeigt. Ausgenommen davon sind mehrteilige Archive. 17. Ein Fortschrittsbalken wird angezeigt, wenn Dateien nach dem Archivieren gelöscht werden und das Archivbit der archivierten Dateien zurückgesetzt wird. 18. Der Befehl "Testen" überprüft nun in RAR 3.x - 5.x Archiven auch die Inhalte der alternativen NTFS-Datenströmen. Vorher wurden die Inhalte nur beim Entpacken überprüft. 19. SFX-Module setzen die Umgebungsvariable sfxstime. Die Variable enthält die Startzeit des Moduls im Format "YYYY-MM-DD-HH-MM-SS-ms". Man kann diese Variable in der Befehlszeile beim Befehl Path verwenden, wenn eine zeitbasierte eindeutige Pfadangabe für die Installation benötigt wird, z. B. "Path=meineapp-%sfxstime%". 20. Behobene Fehler: a) Die RAR-Konsolenversion stürzte beim Versuch ab, Dateien zu bereits bestehenden Volumen hinzuzufügen, statt eine Rückfrage zum Überschreiben von Dateien anzuzeigen; b) Beim Befehl "lt" zeigte die RAR-Konsolenversion bei der Zeit der letzten Änderung einer Datei die Sekunden nicht an; c) WinRAR konnte .xxe-Dateien nicht entpacken, wenn diese nicht die Zeichenkette "section N of xxencode" im Hauptteil enthielten; d) WinRAR konnte die Inhalte von einem mit dem Schalter -os gespeicherten alternativen NTFS-Datenstrom nicht wiederherstellen, wenn diese auf unterschiedliche Volumen aufgeteilt waren. Version 5.21 1. Die Optionen der Gruppe "Drag&drop-Kontextmenü" im Dialog "Einstellungen/Integration/Kontextmenüeinträge" können verwendet werden, um die Befehle zum Archivieren und Packen im Kontextmenü zu deaktivieren, das nach dem Drag&drop von Dateien mit rechten Maustaste angezeigt wird. 2. Existiert die Datei winrar.ini im selben Verzeichnis wie der WinRAR-Installer, so wird diese winrar.ini nach dem Abschluss der Installation in das WinRAR-Programmverzeichnis kopiert. 3. In vorherigen Versionen konnte es manchmal passieren, dass bei der Erstellung von RAR-Volumen die Größe der Volumen ein wenig kleiner war als gewünscht. Das tritt nun weitaus weniger häufig auf. In den meisten Fällen sind die erstellten Volumen so groß wie vom Anwender angegeben. 4. WinRAR entpackt nun standardmäßig symbolische Links, die einen absoluten Pfad im Link-Ziel haben, nicht mehr. Sie können das Erstellen solcher Links mit der Option "Absolute Pfade in symbolischen Links erlauben" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen - Erweitert" oder mit dem Schalter -ola in der Befehlszeile aktivieren. Solche Links, die auf Verzeichnisse außerhalb des Zielverzeichnisses beim Entpacken verweisen, können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Aktivieren Sie das Entpacken solcher Links nur, wenn Sie sicher sind, dass der Inhalt des zu entpackenden Archivs sicher ist, wie z. B. Ihre eigenen Backups. 5. Behobene Fehler: a) WinRAR 5.20 präsentierte dem Anwender überflüssige Anforderungen von erhöhten Rechten durch die Benutzerkontensteuerung, wenn eine ausführbare Datei aus einem Archiv gestartet wurde, das sich in einem durch die Benutzerkontensteuerung geschützten Verzeichnis befand. Da in diesem Fall nichts in das Verzeichnis entpackt wird, in dem sich das Archiv befindet, ist die Anforderung von erhöhten Rechten durch die Benutzerkontensteuerung nicht notwendig; b) WinRAR konnte bisher nur beim Entpacken von RAR- und ZIP-Archiven Dateien mit gesetztem "Schreibgeschützt"-Attribut überschreiben. Nun ist das auch bei allen anderen durch WinRAR unterstützten Archivformaten der Fall; c) "Vergangene Zeit" und "Verbleibende Zeit" wurden falsch angezeigt, wenn der Befehl "Konvertieren" auf mehrere Archive angewandt wurde und dabei die Option "Wiederherstellungsdaten hinzufügen" aktiviert war. Version 5.20 1. Wenn beim Entpacken oder Archivieren die Benutzerkontensteuerung das Erstellen von Dateien in durch das Betriebssystem geschützte Verzeichnissen verhindert, versucht WinRAR eine weitere WinRAR- Kopie mit Administrator-Rechten zu starten, um die Operation fortzusetzen und erfolgreich abzuschließen. Dabei ist es notwendig, die Anforderung von erhöhten Rechten in der Eingabeaufforderung der Benutzerkontensteuerung zu bestätigen, damit die zweite WinRAR-Kopie ausgeführt werden kann. 2. Zieht man im Windows Explorer Dateien mit der rechten Maustaste auf ein Verzeichnis, lässt sie auf dasselbe Verzeichnis fallen und wählt dann im Kontextmenü die Befehle "Zum Archiv hinzufügen..." oder "Zu hinzufügen", so erstellt WinRAR ein Archiv mit diesen Dateien in diesem Zielverzeichnis. 3. Es ist nun möglich, die WinRAR-Einstellungen in der Datei WinRAR.ini anstatt in der Registry zu speichern. Das ist immer dann zu empfehlen, wenn WinRAR auf Wechseldatenträgern installiert wird, wie z.B. USB-Sticks, und dann auf unterschiedlichen Computern ausgeführt wird. Weitere Details dazu finden Sie im Abschnitt "Die Datei WinRAR.ini" in der WinRAR-Hilfe unter dem Kapitel "Konfigurationseinstellungen". 4. ZIP- und ZIPX-Archive, die den XZ-Komprimierungsalgorithmus verwenden, können nun entpackt werden. 5. Enthalten ZIP- oder ZIPX-Archive andere Komprimierungsalgorithmen als die üblichen "Store" und "Deflate", werden die Namen dieser Algorithmen im Feld "Version" des Archiv-Info-Dialogs angezeigt. Für Algorithmen, dessen Namen WinRAR nicht kennt, werden Namen der Form "m" verwendet, wobei ein numerischer Wert ist, der jeden Algorithmus eindeutig kennzeichnet. 6. Der Befehl "Mit WinRAR öffnen" in den Windows-Kontextmenüs ist nun für alle Archivformate verfügbar, die durch WinRAR unterstützt werden. Der Eintrag kann im Dialog "Einstellungen - Integration" - "Kontextmenü konfigurieren..." mit der Option "Mit WinRAR öffnen (für normale Archive)" an- oder abgeschaltet werden. 7. Die Konsolenversion von RAR kann nun die Standardschalterkonfiguration aus der Datei rar.ini im RAR-Programmverzeichnis lesen. In vorherigen Versionen war es möglich, nur eine Schalterkonfiguration für alle RAR-Befehle mit der Zeichenkette "switches=" anzugeben. Nun kann in der Datei rar.ini für jeden einzelnen RAR-Befehl eine Standardschalterkombination angegeben werden. Die Syntax dafür ist: switches_= Zum Beispiel: switches_a=-m5 -s switches_x=-o+ 8. Der Befehl "ch" unterstützt nun die Schalter -tl, -cu, -cl auch bei ZIP-Archiven. In vorherigen Versionen waren diese Schalter nur beim RAR-Archivformat erlaubt. 9. Bei Archivformaten wie .bz2, .xz und .Z, bei denen eine Speicherung von Dateizeiten nicht vorgesehen ist, setzt WinRAR die Dateizeiten von entpackten Dateien auf Zeit der letzten Änderung des Archivs. Das betrifft nicht die Formate tar.bz2, tar.xz und tar.Z, bei denen die Dateizeiten in den tar-Headern gespeichert sind. 10. Die Option "Defekte Dateien behalten" wird nun auch für bzip2-Archive unterstützt. 11. Das Standard-WinRAR-Icon im Windows-Kontextmenü wird bei Bildschirmauflösungen mit einer hohen DPI-Zahl wie 150% oder 200% der normalen Textgröße korrekt skaliert. 12. Der WinRAR-Befehl "Benchmark" kann mit der Variable "Benchmark" im Zweig HKEY_CURRENT_USER\Software\WinRAR\Policy der Registry deaktiviert werden. In Mehrbenutzerumgebungen könnte der Befehl "Benchmark" zur Verschwendung von gemeinsamer Rechenleistung verwendet werden. Weitere Details dazu finden Sie im Abschnitt "Registry-Variablen" in der WinRAR-Hilfe unter dem Kapitel "Konfigurationseinstellungen". 13. Zusätzlich zur Umgebungsvariable "sfxcmd", welche die gesamte Befehlszeile enthält, setzt das SFX-Modul auch die Variable "sfxpar", die nur die Befehlszeilenparameter ohne den führenden SFX-Modulnamen enthält. Diese Variablen werden vor dem Starten des beim Befehl "Setup" angegebenen Programms gesetzt. 14. In der Konsolenversion von RAR wird bei der Rückfrage zum Überschreiben von Dateien die Größe und die Zeit der letzten Änderung für existierende und neue Dateien angezeigt. 15. Beim Archivieren von stdin mit dem Schalter -si setzt RAR nun die Zeit der letzten Änderung des Archivs auf die aktuelle Zeit des Betriebssystems. Die vorherige Version setzte diese Zeit überhaupt nicht. 16. Es ist nun möglich, die Schalter -si und -v zusammen zu verwenden. Vorherige Versionen erlaubten die Erstellung von Volumen beim Archivieren von stdin nicht. 17. Wenn man versucht, eine 4 GB große oder größere Datei aus einem RAR- oder ZIP-Archiv auf eine FAT32-Partition zu entpacken, wird beim Start des Entpackvorgangs eine Warnung angezeigt, sodass die Operation abgebrochen werden kann. Das FAT32-Dateisystem unterstützt keine Dateien größer als 4 GB. Diese Warnung wird auch beim Erstellen eines RAR-Archivs mit der Kompressionsmethode "speichern" (-m0) angezeigt, wenn die voraussichtliche Archivgröße 4 GB übersteigt. 18. Die Schaltfläche "Alle auswählen" im Dialog "Einstellungen - Integration" wurde nach "Alle / Keine" umbenannt. Beim Klick auf diese Schaltfläche werden nun alle Archivformate deselektiert, wenn sie vorher alle ausgewählt waren. 19. Die Option "Archive löschen" beim Entpacken entfernt nun alle .zip- und .7z-Volumen. Bisher wurde bei diesen Archivformaten nur das erste Volumen gelöscht. Version 5.11 1. WinRAR kann nun TAR-Archive entpacken, die Verzeichnisse mit erweiterten pax-Headern enthalten. In vorherigen WinRAR-Versionen schlug das Entpacken fehl. 2. Die Option "Defekte Dateien behalten" wird nun auch bei 7-Zip-Archiven unterstützt. 3. Behobene Fehler: a) Beim Entpacken von ZIP-Archiven wurden die Dateiattribute "Versteckt", "Schreibgeschützt" und "System" nicht gesetzt; b) WinRAR 5.10 konnte selbstentpackende RAR-Archive nicht erneuern, die ZIP-Archive ohne Kompression enthielten; c) Bei ZIP-Archiven, die mit der Option "Keine Pfade speichern" erstellt wurden, speicherte WinRAR bei Verzeichnissen unnötigerweise leere Pfadeinträge im Archiv; d) Unter Windows XP konnte es passieren, dass die Zeit der letzten Änderung bei archivierten Dateien um eine Stunde von der wirklichen Zeit abwich; e) Beim Löschen einer Datei aus einem soliden RAR5-Archiv, das Dateien enthielt, die mit dem Schalter -ver archiviert wurden, gingen sämtliche Versionsinformationen dieser Datien verloren; f) War unter Wundows bei Bildschirmauflösungen mit 16- oder 24-Bit Farbtiefe eine benutzerdefinierte Textgröße größer als 100% eingestellt, wurden auf der Symbolleiste statt Schaltflächen nur schwarze Rechtecke angezeigt. Version 5.10 1. Das Entpacken von ZIP- und ZIPX-Archiven, welche die BZIP2-, LZMA- oder PPMd-Komprimierung verwenden, wird nun unterstützt. 2. Mehrteilige 7z-Archive (.7z.001, .7z.002, ...) können nun entpackt werden. 3. WinRAR und RAR verwenden nun - sofern möglich - beim Ver- und Entschlüsseln die Befehle der AES-Befehlssatzerweiterung (AES-NI) für x86-Prozessoren. Dadurch verbessert sich die Geschwindigkeit beim Ver- und Entschlüsseln. 4. Bei Bildschirmen mit hoher dpi-Anzahl werden die Bilder des Standard-Themas mit einer höheren Qualität skaliert. 5. Umgebungsvariablen, wie z. B. %temp%, können nun im Feld "Dateien hinzufügen" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Dateien" verwendet werden. 6. Der Schalter -ai kann nun auch beim Erstellen von RAR-Archiven verwendet werden. Dann werden vordefinierte Werte, die typisch für Dateien und Verzeichnisse sind, anstelle der aktuellen Attributwerte im Archiv gespeichert. In vorherigen Versionen konnte der Schalter nur beim Entpacken verwendet werden. Version 5.01 1. RAR-5.0-Archive können wahlweise Daten zum schnellen Öffnen enthalten. Ob diese Daten hinzugefügt werden oder nicht wird durch Angabe des Schalters -qo[-|+] bestimmt oder durch Auswahl einer Option in der Optionsgruppe "Daten zum schnellen Öffnen" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Optionen" festgelegt. Sind Daten zum schnellen Öffnen in einem Archiv vorhanden, kann WinRAR mit Hilfe dieser Daten den Archivinhalt schneller öffnen. In dieser WinRAR-Version wurde die Geschwindigkeit beim Erneuern von Archiven erhöht, die Daten zum schnellen Öffnen und gleichzeitig auch weitere Servicedaten enthalten, wie z. B. NTFS-Dateisicherheitsdaten. Außerdem wurden die Standardparameter für die Daten zum schnellen Öffnen optimiert, damit sich solche Archive noch schneller öffnen lassen. 2. Behobene Fehler: a) Der Befehl "Dateien suchen" funktionierte bei der Suche nach Zeichenketten in .7z-Archiven nicht immer; b) Wurde ein RAR-5.0-Archiv mit verschlüsselten Dateinamen geöffnet, das in einem RAR-5.0-Archiv mit verschlüsselten Dateinamen enthalten war, konnte es passieren, dass WinRAR fälschlicherweise meldete, dass das Passwort falsch ist. Die Meldung trat nur dann auf, wenn die Passwörter für das äußere und innere Archiv unterschiedlich waren. Auf den Entpackvorgang hatte die Meldung keinen Einfluss. Auch wenn diese Meldung auftrat, wurden alle Dateien fehlerfrei entpackt; c) Auch wenn die Option "Für alle Archive verwenden" im Passwort-Dialog aktiviert war, fragte WinRAR bei RAR-5.0-Archiven mit verschlüsselten Dateinamen immer wieder nach einem Passwort; d) Die Adressleiste von WinRAR verarbeitete Pfade nicht korrekt, die Umgebungsvariablen enthielten, wie z. B. %temp%; e) Das Speichern von NTFS-Dateisicherheitsdaten und alternativen Datenströmen funktionierte bei Dateipfaden nicht, die länger als 260 Zeichen waren; f) Manchmal meldete der Befehl "Testen" fälschlicherweise beschädigte Daten in den unbeschädigten Wiederherstellungsdaten, wenn nur ein Teil der Dateien in einem RAR-5.0-Archiv getestet wurde. Beim Testen des gesamten Archivinhalts trat dieser Fehler nicht auf; g) Der Befehl "Testen" meldete fälschlicherweise Fehler beim Überprüfen von symbolischen Links für Unix in RAR-4.x-Archiven; h) Der WinRAR-Befehl "Anzeigen" funktionierte bei Dateien in BZIP2-Archiven nicht; i) War im Dialog "Archivname und Parameter einstellen - Zeit" die Option "Zeit der letzten Änderung mit hoher Genauigkeit speichern" deaktiviert, speicherte WinRAR die Zeit der letzten Änderung überhaupt nicht mehr, anstatt sie mit geringer Genauigkeit zu speichern; j) Enthielten die Zielverzeichnispfade die Zeichenketten ".\" oder "..\", so funktionierten diese Angaben beim Entpacken von Nicht-RAR-Archiven in der WinRAR-Befehlszeile nicht; k) WinRAR konnte keine gesplitteten CAB-Archive mehr entpacken. Version 5.00 1. Neues RAR-5.0-Archivformat. Für die Erstellung von RAR-5.0-Archiven wählen Sie die Option "RAR5" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Allgemein". In der Befehlszeile erstellen Sie ein RAR-5.0-Archiv mit dem Schalter -ma. Mit alter Software und mit alten WinRAR-Versionen können RAR-5.0-Archive nicht entpackt werden. Wenn Sie ein RAR-Archiv an andere Personen weitergeben, müssen Sie die Frage der Kompatibilität in Ihre Überlegungen einbeziehen. Sie können im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Allgemein" bei der Option "Archivformat" RAR" statt "RAR5" auswählen, um RAR-4.x-Archive zu erstellen, die mit früheren WinRAR-Versionen kompatibel sind. 2. Veränderungen beim RAR-5.0-Komprimierungsalgorithmus: a) Die maximale Wörterbuchgröße wurde in der 64-Bit-Version von WinRAR erhöht, sie beträgt nun 1 GB. In der 32-Bit-Version ist die maximale Wörterbuchgröße beim Erstellen eines Archivs 256 MB. Das Entpacken von Archiven mit einer Wörterbuchgröße von bis zu 1 GB ist sowohl mit der 32- als auch mit der 64-Bit-Version möglich; b) Die Standardgröße des Wörterbuchs bei der RAR-5.0-Komprimierung wurde auf 32 MB angehoben. Das führt normalerweise zu einer höheren Kompressionsrate, beim Packen jedoch zu einer geringeren Geschwindigkeit als bei der RAR-4.x-Komprimierung, bei der 4 MB verwendet wurde. Die Wörterbuchgröße kann im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Allgemein" mit der Option "Wörterbuchgröße" oder mit dem Schalter -md geändert werden; c) Die Syntax des Schalters -md wurde verändert, damit größere Wörterbuchgrößen festgelegt werden können. Durch Anhängen der Buchstaben 'k', 'm' und 'g' lässt sich die Größe in Kilo-, Mega- und Gigabyte angeben, z. B. -md64m für eine Wörterbuchgröße von 64 MB. Wird kein Buchstabe verwendet, wird automatisch Megabyte gewählt, der Schalter -md64m ist daher gleichwertig zu -md64; d) Das RAR-5.0-Format enthält nur noch die Algorithmen für die Intel-32-Bit-Programmcode-Komprimierung und die Deltakomprimierung. Die im RAR-4.x-Format vorhandenen Algorithmen für die Text-, Audio-, Echtfarben- und die Intel-64-Bit-Programmcode-Komprimierung werden nicht mehr unterstützt. Der Grund dafür ist die Ineffizienz dieser Algorithmen für moderne Datentypen, auf neuerer Hardware mit Mehrkernarchitekturen können diese Algorithmen nicht effizient ausgeführt werden; e) Beim Dekomprimieren von RAR-5.0-Archiven können nun mehrere Prozessorkerne gleichzeitig verwendet werden. Dabei werden die Prozessorkerne jedoch nicht im gleichen Maß genutzt wie bei der Komprimierung. Insgesamt verbessert sich durch die Verwendung mehrerer Kerne bei der Dekomprimierung die Geschwindigkeit beim Entpacken von großen Dateien, die sich nicht sehr gut für die Komprimierung eignen, sowie bei Dateien, welche die BLAKE2-Prüfsumme verwenden. 3. Veränderungen im RAR-5.0-Archivformat: a) Dateizeiten werden als koordinierte Weltzeit (UTC) gespeichert und nicht mehr wie vorher als Ortszeit. Der Austausch von Dateien über mehrere Zeitzonen hinweg wird durch den einheitlichen Zeitbezug vereinfacht; b) Für Dateinamen und Archivkommentare wird nun die UTF-8-Kodierung verwendet. 4. Die RAR-5.0-Wiederherstellungsdaten basieren auf Reed-Solomon- Fehlerkorrektur-Codes. Sind die Wiederherstellungsdaten groß genug (5% der Archivgröße oder mehr), ist ein RAR-5.0-Archiv besser gegen Beschädigungen geschützt als ein RAR-4.x-Archiv mit gleich großen Wiederherstellungsdaten. Das neue Fehlerkorrekturverfahren kann in diesem Fall besser mit mehrfachen Beschädigungen an verschiedenen Stellen eines Archivs umgehen. Bei kleineren Wiederherstellungsdaten (1-2% der Archivgröße) und weniger zufällig verteilten Beschädigungen ist der Unterschied zwischen den Fehlerkorrekturverfahren bei RAR-4.x und RAR-5.0 nicht sehr groß. Bei einer fortlaufenden Beschädigung in einem Archiv ist die Leistungsfähigkeit des alten und des neuen Fehlerkorrekturverfahrens ungefähr gleich. Durch das neue Format der Wiederherstellungsdaten können neben gewöhnlichen Datenlöschungen durch Beschädigungen nun viel größere Blöcke eingefügter oder gelöschter Daten erkannt werden als in vorherigen RAR-Versionen. Ein eingefügter Datenblock kann nun maximal einige Megabyte groß sein. Die maximale Größe eines gelöschten Datenblocks hängt von der Art der Beschädigung ab, sie kann in einigen Fällen genauso groß sein wie die Wiederherstellungsdaten. Die beste Wiederherstellungsgeschwindigkeit und -leistung wird nach wie vor dann erreicht, wenn es keine eingefügten und gelöschten Datenblöcke gibt, also alle Daten - einschließlich der beschädigten Teile - sich an ihren ursprünglichen Positionen befinden. Wenn Sie spezielle Software zum Kopieren von Archiven von beschädigten Datenträgern einsetzen, sollten Sie daher einen Modus wählen, der beschädigte Sektoren mit Nullen oder anderen Daten auffüllt, und nicht einen Modus, der beschädigte Stellen überspringt und damit aus der kopierten Datei komplett entfernt. Die RAR-5.0-Wiederherstellungsdaten sind selbst dann für die Reparatur eines Archivs verwendbar, wenn sie selbst beschädigt sind. Auch mit teilweise zerstörten Wiederherstellungsdaten können Beschädigungen im Archiv meist erfolgreich repariert werden. Es ist zu beachten, dass der Befehl "Reparieren" nur die Daten der archivierten Dateien korrigiert, Beschädigungen in den Wiederherstellungsdaten selbst werden jedoch nicht repariert. Daher müssen Sie nach einer erfolgreichen Archivreparatur die Wiederherstellungsdaten zum reparierten Archiv erneut hinzufügen. RAR-5.0-Wiederherstellungsdaten setzen sich nicht mehr aus 512-Byte- Sektoren zusammen und sie enthalten sehr komplexe Datenstrukturen. Eine Größenangabe in Sektoren ist deshalb nicht mehr möglich. Für RAR-5.0-Archive wird der Parameter [N] beim Schalter -rr[N] und beim Befehl rr[N] immer als "Prozent der Archivgröße" behandelt, unabhängig davon, ob das Prozentzeichen % angegeben wurde oder nicht. Als grobe Faustregel gilt: Mit N% Wiederherstellungsdaten können bis zu N% fortlaufend beschädigte Daten repariert werden, die Größe des Archiv erhöht sich um etwas mehr als N%. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Reparatur eines an unterschiedlichen Stellen beschädigten Archivs steigt proportional zu N. Der Durchsatz der Reed-Solomon-Kodierung wurde mit Hilfe des Fachartikels "Screaming Fast Galois Field Arithmetic Using Intel SIMD Instructions" von James S. Plank, Kevin M. Greenan und Ethan L. Miller verbessert. In diesem Zusammenhang danken wir Artem Drobanov und Bulat Ziganshin, die mit ihren Beispielen und Ideen dafür gesorgt haben, dass wir die Reed-Solomon-Kodierung effizienter machen konnten. 5. Der Befehl "Testen" überprüft nun, ob die RAR-5.0-Wiederherstellungsdaten gültige Daten enthalten. Die Überprüfung der Wiederherstellungsdaten erfolgt nach der Überprüfung aller archivierten Dateien. Wenn ein beschädigtes Archiv Wiederherstellungsdaten enthält, kann es häufig selbst dann repariert werden, wenn die Wiederherstellungsdaten ihrerseits ungültige Daten enthalten, also teilweise beschädigt sind. Der Befehl "Reparieren" versucht auch mit beschädigten Wiederherstellungsdaten das Archiv zu reparieren. Fällt die Überprüfung der Wiederherstellungsdaten negativ aus, sollte man das Archiv mit den Originaldateien neu erstellen, falls diese noch verfügbar sind. Ein negatives Ergebnis bei der Überprüfung der Wiederherstellungsdaten bedeutet nicht, dass man den Befehl "Reparieren" nicht anwenden kann. 6. Veränderungen im RAR-5.0-Verschlüsselungsalgorithmus: a) Der Verschlüsselungsalgorithmus wurde geändert. Statt AES-128 wird nun AES-256 im Cipher-Block-Chaining-Modus verwendet. Die Schlüsselberechnungsfunktion basiert auf PBKDF2 unter Verwendung von HMAC-SHA256; b) Ein spezieller Wert zur Passwortüberprüfung ermöglicht die schnelle Erkennung von falschen Passwörtern. In den meisten Fällen muss nun nicht mehr die ganze verschlüsselte Datei entpackt werden, um das Passwort zu überprüfen; c) Wenn die Archivheader nicht verschlüsselt sind (Option "Dateinamen verschlüsseln" ist deaktiviert), werden die Dateiprüfsummen in RAR-5.0-Archiven mit Hilfe eines speziellen passwortabhängigen Algorithmus verändert. Dadurch ist es nicht mehr möglich, von den Prüfsummen auf die Inhalte der Dateien zu schließen. Die Prüfsummen von verschlüsselten RAR-5.0-Archiven stimmen daher nicht mit echten CRC32- oder BLAKE2-Hashwerten überein. 7. In RAR-5.0-Archiven kann als Dateiprüfsumme der 256 Bit lange BLAKE2sp-Hashwert (https://blake2.net) statt des CRC32-Hashwerts verwendet werden. Dazu aktiviert man die Option "BLAKE2-Dateiprüfsumme verwenden" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Optionen" oder gibt in der Befehlszeile den Befehl -htb an. Auch wenn die Verwendung von BLAKE2-Prüfsummen zu etwas größeren Archiven führt, hat das doch einen Vorteil: Über die Prüfsumme lassen sich dann Dateiinhalte identifizieren. Wenn zwei Dateien denselben BLAKE2-Wert haben, ist praktisch sichergestellt, dass auch die Dateiinhalte identisch sind. Außerdem können bei der Verwendung von BLAKE2 Fehler in den Daten besser erkannt werden als bei der viel kürzeren CRC32. 8. Entfernte Funktionen und Eigenschaften: a) Die Funktion zur Authentizitätsüberprüfung von Archiven bot nicht die notwendige Vertrauenswürdigkeit und wurde deshalb entfernt; b) Der Schalter -en ("Archivende"-Block nicht hinzufügen) wird bei RAR-Archiven im Format RAR 5.0 nicht unterstützt. Der Block zur Kennzeichnung des Archivendes wird bei RAR-5.0-Archiven immer hinzugefügt. Nur so kann WinRAR erkennen, ob sich weitere Daten am Ende des Archivs befinden (z.B. an das Archiv angehängte digitale Signaturen), und kann diese zuverlässig überlesen und von der weiteren Verarbeitung ausschließen; c) Das alte auf der Dateierweiterung basierendes Nummerierungssystem von Volumennamen archivname.rNN wird bei RAR-5.0-Archiven nicht mehr unterstützt. RAR-5.0-Volumen haben immer Dateinamen der Form 'volumenname.partNNN.rar'; d) Dateikommentare werden in RAR-4.x- und in RAR-5.0-Archiven nicht mehr unterstützt. In der RAR-Konsolenversion wurde der Befehl 'cf' entfernt. Die fehlende Unterstützung von Dateikommentaren hat keine Auswirkungen auf die Unterstützung für Archivkommentare. Diese Funktion ist für beide RAR-Archivformate weiterhin verfügbar. Es ist nicht geplant, die Unterstützung für Archivkommentare zu entfernen, auch nicht in zukünftigen Versionen. 9. Der Befehl "Passwort festlegen" und die Option "Wörterbuchgröße" wurden in den Reiter "Allgemein" des Dialogs "Archivname und Archivparameter einstellen" verschoben. 10. Mit der Option "Symbolische Links als Links speichern" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Erweitert" ist es möglich, symbolische Links (Symbolic Links) und andere Analysepunkte (Reparse Points) im NTFS-Dateisystem als Links im Archiv zu speichern und wiederherzustellen. Die Inhalte, auf welche die Links verweisen, werden in diesem Fall nicht im Archiv gespeichert. Der entsprechende Schalter in der Befehlszeile ist -ol. Im selben Dialog gibt es eine ähnliche Option für harte Links im NTFS- Dateisystem (NTFS Hard Links): "Harte Links als Links speichern". Der entsprechende Schalter in der Befehlszeile ist -oh. Beide Optionen stehen nur für das RAR-5.0-Archivformat zur Verfügung. 11. Unterstützung für Archive im XZ-Format wurde hinzugefügt. XZ-Archive können nun entpackt werden. 12. Änderungen bei der Verarbeitung von Wiederherstellungs-Volumen beim RAR-5.0-Archivformat: a) Die maximale Anzahl von RAR+REV-Volumen beim RAR-5.0-Format ist nun 65535 statt 255; b) Wiederherstellungs-Volumen werden schneller verarbeitet als beim RAR-4.x-Archivformat; c) In RAR-5.0-REV-Dateien werden nicht nur Wiederherstellungsdaten gespeichert, sondern auch weitere wichtige Serviceinformationen, wie z.B. die Prüfsummen der geschützten RAR-Dateien. Daher sind die REV-Dateien etwas größer als die geschützten RAR-Volumen. Darauf muss man achten, wenn man einzelne RAR- und REV-Dateien auf Wechseldatenträger kopieren möchte. Bei der Erstellung muss dann eine Volumengröße angegeben werden, die ein paar Kilobyte kleiner ist als der verfügbare Speicherplatz auf dem Wechseldatenträger. 13. Die maximale Pfadlänge für Dateien in RAR- und ZIP-Archiven wurde auf 2048 Zeichen erhöht. 14. In der Kommandozeile gibt WinRAR und RAR den Exit-Code 11 zurück, wenn erkannt wurde, dass der Anwender ein falsches Passwort angegeben hat. Dieser Code kann nur bei RAR-5.0-Archiven zurückgegeben werden. Bei RAR-4.x-Archiven ist es unmöglich, zwischen einem falsch angegebenen Passwort und beschädigten Archivdateidaten zu unterscheiden. 15. Bei den Befehlen 'v' und 'l' werden die Dateinamen am Ende der Zeile angezeigt und nicht mehr am Anfang wie in vorherigen Versionen. Auch einige Felder, die bisher bei 'l' und 'v' ausgegeben wurden, werden jetzt nur bei 'lt' und 'vt' angezeigt. Mit den Befehlen 'vt' und 'lt' erhält man für jede Datei im Archiv ausführliche Informationen, die sich über mehrere Zeilen erstreckt. Mit 'vta' und 'lta' werden nicht nur Informationen über die im Archiv enthaltenen Dateien ausgegeben, sondern auch über die im Archiv vorhandenen Service-Header (z.B. Wiederherstellungsdaten oder Daten zum schnellen Öffnen). 16. Der Standardzeichensatz für Textdateien, die Dateilisten enthalten, wurde vereinheitlicht (Textdateien mit Dateilisten können bei Befehlen wie 'rar a archivname @dateiliste' angegeben werden). WinRAR und die Konsolenversion RAR verwenden nun beide den ANSI-Zeichensatz als Standard. In vorherigen Versionen war der Standardzeichensatz in WinRAR für diese Textdateien ANSI und in der Konsolenversion RAR OEM. Um einen vom Standard abweichenden Zeichensatz für die Dateilisten zu verwenden, gibt man in der Befehlszeile den Schalter -scl an. 17. In WinRAR kann der interne Betrachter Textdateien in den Kodierungen UTF-8 und UTF-16 Little Endian erkennen und anzeigen. 18. Für die Protokolldatei rar.log in RAR und WinRAR wird nun die Kodierung UTF-16 Little Endian verwendet. Damit können Unicode-Dateinamen korrekt im Protokoll gespeichert werden. WinRAR überschreibt die alte Protokolldatei rar.log automatisch, wenn diese kein Unicode-Format aufweist, um unterschiedliche Kodierungen in derselben Protokolldatei zu vermeiden. Bei der Konsolenversion RAR muss die alte Protokolldatei rar.log manuell gelöscht werden. Andernfalls wird RAR Meldungen in UTF-16-Kodierung an die bestehende rar.log anhängen. Mit dem Schalter -scg kann die Kodierung der Protokolldatei geändert werden, z.B. -scag für die ANSI-Kodierung. 19. In der Befehlszeile kann beim Befehl 'r' (Reparieren) wahlweise der Parameter zielverzeichnispfad\ angegeben werden. Dieser Parameter legt das Zielverzeichnis für das reparierte Archiv fest: rar r archiv.rar zielverzeichnispfad\ Version 4.20 1. Veränderungen bei der RAR-Komprimierung: a) Der allgemeine RAR-Komprimierungsalgorithmus wurde optimiert, sodass möglichst viele Prozessorkerne genutzt werden. Selbst bei der Verwendung von nur einem Prozessorkern ist die Geschwindigkeit bei der Komprimierung etwas höher als in der letzten WinRAR-Version. Am ehesten ist die Verbesserung der Geschwindigkeit jedoch auf Rechnern mit Multi-Core-Prozessoren zu bemerken. Der Geschwindigkeitszuwachs hängt von der Art der Daten und der durchschnittlichen Dateigröße ab. Mehrere Prozessorkerne werden beim Komprimieren von großen Dateien effizienter genutzt als bei kleinen Dateien. b) Der Speicherbedarf hat sich zugunsten einer höheren Komprimierungs- geschwindigkeit erhöht. Der allgemeine RAR-Komprimierungsalgorithmus benötigt nun ungefähr 120 MB. Unter WinRAR 4.11 waren es nur 40 MB; c) Der RAR-Algorithmus zur Textkomprimierung kann mehrere CPU-Kerne nicht effizient nutzen. Im Vergleich zum allgemeinen Komprimierungs- algorithmus ist die Geschwindigkeit der Textkomprimierung in Multicore- und Multiprozessor-Umgebungen beim Packen erheblich niedriger. Auch die Geschwindigkeit beim Entpacken ist viel langsamer als beim allgemeinen Komprimierungsalgorithmus, sie ist unabhängig von der Anzahl der vorhandenen CPU-Kerne. Aus diesem Grund ist die Textkomprimierung nun standardmäßig abgeschaltet. Benötigen Sie die größtmögliche Kompressionsrate für reine Textdaten und ist Ihnen die Geschwindigkeit nicht so wichtig, können Sie die Textkomprimierung im Dialog "Erweiterte Komprimierungsparameter" anschalten. Um zu diesem Dialog zu gelangen, klicken Sie auf die Schaltfläche "Kompression..." im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Erweitert". Um die Textkomprimierung dauerhaft anzuschalten, ändern Sie diese Option im Standard-Komprimierungsprofil; Im Befehlszeilenmodus kann die Textkomprimierung mit dem Schalter -mct angeschaltet werden; d) Bei der Kompressionsmethode "schnellste" (-m1) werden nun auch mehrere Prozessorkerne genutzt. In der Version 4.11 wurde nur ein Prozessorkern verwendet. 2. Die Geschwindigkeit des allgemeinen RAR-Algorithmus wurde beim Entpacken etwas verbessert, jedoch nicht in dem Maße wie beim Komprimieren. Der RAR-Dekomprimierungsalgorithmus kann beim Entpacken mehrere Prozessorkerne nicht nutzen. Die Geschwindigkeit beim Entpacken hängt daher nicht von der Anzahl der vorhandenen Prozessorkernen ab. 3. Veränderungen bei der ZIP-Komprimierung: a) Bei der ZIP-Komprimierung werden nun mehrere Prozessorkerne genutzt. Damit ist die Geschwindigkeit der ZIP-Komprimierung bei Rechnern mit Multi-Core-Prozessoren bedeutend höher als in vorherigen Versionen. Die Geschwindigkeit der ZIP- Komprimierung bei nur einem vorhandenen CPU-Kern ist ebenfalls höher als in der Version 4.11; b) Der Speicherbedarf bei der ZIP-Komprimierung liegt nun bei ungefähr 15 MB. Der Speicherbedarf ist somit höher als in der vorherigen Version. 4. Die Geschwindigkeit bei der Erstellung und die Verarbeitung von Wiederherstellungsvolumen konnte bei mehreren CPU-Kernen gesteigert werden. Es wird nun mehr als nur ein CPU-Kern verwendet. Da aber normalerweise die Seek-Time der Festplatte der limitierende Faktor bei Wiederherstellungsvolumen ist, bemerkt man die deutliche Geschwindigkeitssteigerung meist nur bei der Verwendung eines SSD-Laufwerks. 5. Bei dem Schalter -mt sind nun für Werte von 1 - 32 erlaubt, nicht wie bisher die Werte 0 - 16. 6. Der Befehl "Dateien suchen" kann nun auch 7-Zip-Archive durchsuchen. In vorherigen WinRAR-Versionen wurde das .7z-Archivformat bei der Suche nach Dateien nicht unterstützt. 7. Windows 2000 wird von WinRAR nicht mehr unterstützt. Auch die selbstentpackenden Module von WinRAR funktionieren nun nicht mehr mit Windows 2000. 8. Die Schaltfläche "Einstellungen als Standard speichern" im Dialog "Erweiterte SFX-Optionen - Erweitert" ist nun nur beim Konvertieren eines existierenden Archiv in ein SFX-Archiv verfügbar. Die mit Hilfe dieser Schaltfläche gespeicherten Einstellungen werden nur bei dem Befehl "Archiv in SFX konvertieren" abgerufen und angewendet. Beim Erstellen oder Erneuern eines SFX-Archivs werden die SFX-Einstellungen aus dem Standardkomprimierungsprofil verwendet. Die gespeicherten Einstellungen im Dialog "Erweiterte SFX-Optionen - Erweitert" wirken sich nicht auf diese beiden Operationen aus, sie werden ausschließlich beim Konvertieren von Archiven in SFX-Archive verwendet. Version 4.11 1. Behobene Fehler: a) WinRAR speicherte beim Erstellen von RAR-Archiven das NTFS-Attribut "Komprimiert" nicht; b) WinRAR stürzte im Befehlszeilenmodus ab, wenn der Parameter @liste in der Kommandozeile angegeben wurde, die Datei 'liste' jedoch nicht existierte. Dieser Fehler betraf nur WinRAR.exe, nicht RAR.exe; c) Wurde beim Archivieren die Dateimaske zum Ausschluss von Dateien -x*\irgendein_verzeichnis\* angegeben und enthielt der Name des aktuellen Verzeichnisses die Zeichenkette 'irgendein_verzeichnis', schloss WinRAR alle Dateien von der Archivierung aus und stoppte die Erstellung des Archivs; d) Selbstentpackende Archive mit grafischer Benutzeroberfläche funktionierten unter Windows PE (Windows Preinstallation Environment) nicht. Version 4.10 1. WinRAR kann nun ZIP-Archive praktisch jeder Größe erstellen. Die Größenbeschränkung von 2 GB und die maximale Dateianzahl von 65535 für ZIP-Archive in vorherigen WinRAR-Versionen gibt es nicht mehr. 2. WinRAR kann gesplittete ZIP-Archive (ZIP-Volumen) erstellen. ZIP-Volumen, also die Teile eines gesplitteten ZIP-Archivs, haben Namen wie 'volumenname.zip', 'volumenname.z01', 'volumenname.z02'. Bei gesplitteten ZIP-Archiven muss für alle Archivoperationen wie das Öffnen oder Entpacken das Volumen mit der Dateiendung ".zip" verwendet werden. Im Gegensatz zu gesplitteten RAR-Archiven können gesplittete ZIP-Archive nicht selbstentpackend sein. Beim Erstellen und Entpacken von gesplitteten ZIP-Archiven muss WinRAR zur selben Zeit auf alle Volumen des Archivs zugreifen können. Daher ist es unmöglich, ZIP-Volumen auf Wechseldatenträgern zu entpacken oder zu erstellen, wenn sich immer nur ein Volumen auf dem Wechseldatenträger befindet. ZIP-Volumen müssen immer im selben Verzeichnis erstellt werden. 3. Die Speicherung von Dateizeiten mit hoher Genauigkeit ist nun auch bei ZIP-Archiven möglich. WinRAR kann bei Dateien in ZIP-Archiven die Zeit der letzten Änderung, die Zeit der Erstellung und die Zeit des letzten Zugriffs mit einer Genauigkeit von 100 Nanosekunden speichern und wiederherstellen. Für die Speicherung aller drei Zeiten im Archiv muss die Option "Zeit der letzten Änderung mit hoher Genauigkeit speichern" im Karteireiter "Zeit" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen" aktiviert werden. Um die Zeiten beim Entpacken wiederherzustellen, aktiviert man die entsprechenden Optionen der Optionsgruppe "Dateizeit" im Karteireiter "Erweitert" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen". 4. Bei ZIP-Archiven werden nun Namen im Unicode-Format unterstützt, die in verschiedenen zusätzlichen Feldern gespeichert sind. Verschiedene ZIP-Tools speichern Namen im Unicode-Format entweder im Dateiheader oder in einem extra Feld (ZIP extra field). WinRAR kann nun mit beiden Arten von Unicode-Namen umgehen. 5. Die Option "Archivinhalt synchronisieren" und der Schalter -as in der Befehlszeile sind nun auch für das ZIP-Format verfügbar. 6. Änderungen beim Verhalten des Schalters -ag: a) -ag kann mit allen RAR- und WinRAR-Befehlen verwendet werden, nicht nur bei Archivierungsbefehlen; b) Das Formatierungszeichen 'N' verhält sich bei Archivierungsvorgängen anders als bei Nicht-Archivierungsvorgängen. Beim Archivieren wird N solange erhöht, bis ein nicht verwendeter Name gefunden wurde. Bei Nicht-Archivierungsvorgängen, wie z. B. beim Entpacken, wird der Name des existierende Archiv gewählt, das dem ersten nicht verwendeten Namen vorausgeht; c) Das Formatierungszeichen 'I' erlaubt die Angabe von Minuten in der Formatierungszeichenfolge unabhängig vom Vorhandensein und der Position des Formatierungszeichens 'H' (Stunden). Es kann anstelle des Formatierungszeichens 'M' (Minuten) verwendet werden, wenn die Minuten vor den Stunden stehen sollen oder die Stunden überhaupt nicht benötigt werden. 7. Standardmäßig schlägt WinRAR vor, ein Archiv zu erneuern, wenn der Betrachter - also das Programm zur Betrachtung - die geöffnete Datei ändert oder irgendwelche neuen Dateien erstellt. Durch die Option "Änderungen ignorieren bei" im Dialog "Einstellungen - Betrachter" ist es möglich, dieses Verhalten zu unterbinden. Dazu geben Sie in dem Feld "Änderungen ignorieren bei" eine oder mehrere durch Leerzeichen getrennte Dateimasken an. WinRAR fragt nun bei allen Dateien, bei denen der Betrachter Dateien erstellt oder ändert und die zu eine der angegebenen Masken passen, nicht mehr nach, ob das Archiv erneuert werden soll. 8. Änderungen am Eingabefeld für die Volumengröße. Man kann nun die Größeneinheit aus der Dropdownliste rechts neben dem Feld auswählen. Die bisherige Art der Angabe der Größeneinheit durch Anhängen der Zeichen 'k', 'm', usw. an den numerischen Wert wird ebenfalls unterstützt. 9. Änderungen bei "Voreingestellte Größen" im Dialog "Volumengrößen festlegen". Die Größen für Disketten und ZIP-Datenträgern wurde durch die beiden Größen 5 MB und 100 MB ersetzt. Neue Einträge wurden ergänzt: die maximale Größe einer Datei im Dateisystem FAT32 (FAT32-Limit) sowie die Größen von Blu-ray Discs. 10. Neue Option "Dateien sicher löschen, wenn Passwort gesetzt ist" im Karteireiter "Optionen" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen". Möchten Sie immer alle verschlüsselten Dateien sicher löschen, aktivieren Sie die Option "Dateien sicher löschen, wenn Passwort gesetzt ist" im Standard-Komprimierungsprofil. 11. Neue Option "Temporäre Dateien sicher löschen/Bei verschlüsselten Dateien" im Karteireiter "Sicherheit" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen". Die Option erlaubt die Auswahl einer langsamen und sicheren Methode zum Löschen von temporären Dateien, die beim Entpacken aus Archiven entstehen und die WinRAR als verschlüsselt erkannt hat. Für alle anderen temporären Dateien wird die schnelle Standardmethode verwendet. 12. Veränderungen beim Befehl "Archive konvertieren": a) Die Konvertierung verschlüsselter Archive ist nun möglich. In vorherigen Versionen wurden verschlüsselter Archive durch den Befehl "Archive konvertieren" übersprungen. Möchten Sie dennoch verschlüsselte Archive überspringen, aktivieren Sie die Option "Verschlüsselte Archive überspringen" im Dialog "Archive konvertieren". Das kann nützlich sein, wenn Sie den Befehl "Archive konvertieren" unbeaufsichtigt laufen lassen möchten, ohne dass Rückfragen zur Eingabe von Passwörtern erscheinen; b) Der spezielle Archivtyp "rar2", der für RAR-Archive der Versionen 1.x und 2.x stand, wurde entfernt. Der Archivtyp "rar" bedeutet nun: Konvertierung aller Versionen von RAR-Archiven. Weil der Befehl "Archive konvertieren" nicht mehr die Versionen der RAR-Archive erkennen muss, läuft die anfängliche Suche nach Archiven schneller ab, sodass die Verzögerung bis zur Anzeige des Dialogs "Archive konvertieren" geringer ist. 13. Der neue Schalter -log[Format][=Name] schreibt beim RAR- und ZIP- Format bei Archivierungsbefehlen und beim RAR-Format auch bei Entpack-, Lösch- und Auflistbefehlen Archiv- und Dateinamen in eine Protokolldatei. Dieser Schalter kann sehr nützlich sein, wenn man ein Archiv weiterverarbeiten möchte, das mit den Schaltern -ag oder -v erstellt wurde, da man durch -log den von WinRAR erzeugten Archivnamen ermitteln kann. 14. Mit dem neuen Schalter -@[+] kann man festlegen, wie Parameter behandelt werden, die mit dem Zeichen '@' beginnen: Entweder als Dateinamen (-@) oder als Dateilisten (-@+). 15. Die SFX-Optionen für "Setup-Programm" wurden vom Karteireiter "Allgemein" in einen neuen Karteireiter "Setup" verschoben. In die Felder "Nach dem Entpacken ausführen" und "Vor dem Entpacken ausführen" ist die Eingabe mehrerer Zeilen möglich. Damit können nun mehrere Setup-Programme für dasselbe SFX-Archiv angegeben werden. 16. Der SFX-Skriptbefehl "SetupCode" weist ein SFX-Archiv an, auf die Beendigung eines Setup-Programms zu warten und den um 1000 erhöhten Exit-Code des Setup-Programms als Exit-Code des SFX-Archivs zurückzugeben. Die entsprechende Option in der Benutzeroberfläche von WinRAR ist "Auf Setup-Programm warten und Exit-Code zurückgeben" im Karteireiter "Setup" im Dialog "Erweiterte SFX-Optionen". 17. Der Parameterwert "S" (Verknüpfung im Startmenü erstellen) wird durch den SFX-Skriptbefehl "Shortcut" nicht mehr unterstützt. In den neusten Windows-Versionen dürfen Programme keine Verknüpfungen mehr in die oberste Ebene des Startmenüs eintragen. 18. Die Volumengröße kann nun im Archivierungsdialog und im Dialog des Assistenten mit Nachkommastellen angegeben werden. Das Dezimaltrennzeichen wird durch die "Regionalen Einstellungen" von Windows bestimmt. Bei dem Befehlszeilenschalter -v ist die Angabe von Nachkommastellen ebenfalls erlaubt. Im Befehlszeilenmodus wird als Dezimaltrennzeichen immer der Punkt (.) verwendet. -v1.5g bedeutet zum Beispiel 1,5 Gigabytes. Version 4.01 1. In TAR-Archiven werden nun Dateigrößenangaben unterstützt, die im Binärformat gespeichert sind. Manche TAR-Archive verwenden bei Dateien, die größer als 8 GB sind, für die Dateigrößenangabe das Binärformat anstelle des Oktalformats. 2. Behobene Fehler: a) Wurde der Befehl "Reparieren" auf ein RAR-Archiv angewandt, das mindestens eine Datei enthielt, die gepackt größer als 4 GB war, wurde die Archivstruktur nicht korrekt wiederhergestellt. Dieser Fehler trat nicht auf, wenn eine Reparatur eines Archivs mit vorhandenen Wiederherstellungsdaten gestartet wurde. Nur wenn Wiederherstellungsdaten nicht gefunden wurden und WinRAR versuchte die Archivstruktur wiederherzustellen, konnte der Fehler auftreten; b) Obwohl die Option "Pfade nicht entpacken" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen - Erweitert" als Standard gesetzt war, entpackte WinRAR die Pfade, wenn WinRAR über das Kontextmenü des Windows Explorers gestartet wurde; c) Nach der Eingabe eines falschen Passworts für ein verschlüsseltes ZIP-Archiv berücksichtigte WinRAR manchmal die späteren Versuche für die Eingabe eines gültigen Passworts nicht; d) Mit dem Befehl "Assistent" konnten keine selbstextrahierenden und keine gesplitteten Archive erstellt werden, wenn man versuchte, ein Verzeichnis oder eine Datei ohne Dateiendung zu packen; e) Der Befehl "Importiere Einstellungen aus Datei" stellte mehrzeilige Archivkommentare in den WinRAR-Komprimierungsprofilen nicht wieder her; f) Beim Konvertieren von RAR-Volumen mit Dateinamen der Form "name1.name2.part#.rar" wurde irrtümlicherweise der Teil ".name2" aus dem Archivnamen entfernt. Das konvertierte Archiv hatte den Dateinamen "name1.rar" und nicht "name1.name2.rar", wie zu erwarten gewesen wäre. g) RAR konnte beim Erstellen eines neuen Archivs mit dem Schalter "-agNNN" abstürzen, wenn die Archivnummer im erstellten Dateinamen gleich 110 oder größer wurde. h) In 7-Zip-Archiven zeigte WinRAR nicht-englische Dateinamen falsch an, wenn Zeichen im Dateinamen nicht aus dem Standard-Codepage stammten. Dieses Problem trat nur bei der Anzeige auf, die Dateinamen wurden korrekt entpackt. Version 4.00 1. Die Geschwindigkeit beim Entpacken von RAR-Archiven wurde erhöht. Abhängig von der Art der Daten ist das Entpacken bis zu 30% schneller als in vorherigen Versionen. Nicht nur der allgemeine RAR-Algorithmus sondern auch die meisten speziellen RAR-Methoden für Multimedia-Daten profitieren von dieser Verbesserung. Das einzige Modul des RAR-Kompressionsalgorithmus', das davon nicht profitiert, ist die Methode "Textkomprimierung". 2. Änderung in der ISO-Unterstützung: a) UDF wird nun bis zur Revision UDF 2.50 unterstützt. Dadurch können die meisten Blu-ray ISO-Dateien entpackt werden; b) Beim Anzeigen einer UDF ISO-Datei wird in der Adressleiste von WinRAR und im Archivinformations-Dialog hinter dem Namen des Archivformats "UDF" nun auch die verwendete UDF-Revisionsnummer angezeigt; c) Beim Entpacken von Verzeichnissen aus UDF- und ISO9660-Dateien setzt WinRAR die Zeit der letzten Änderung der entpackten Verzeichnisse auf die archivierten Werte. 3. Änderungen im Passwort-Dialog: a) WinRAR verwendet beim Archivieren und Entpacken den gleichen Passwort-Dialog. Dadurch steht nun die Option "Passwort anzeigen" auch beim Entpacken zur Verfügung; b) Die Schaltfläche "Passwörter verwalten..." im Passwort-Dialog ermöglicht den Zugriff auf einen Passwortmanager, in dem man häufig verwendete Passwörter speichern kann. Auf die gespeicherten Passwörter kann man zugreifen, indem man die Dropdown-Liste beim Eingabefeld "Passwort eingeben" verwendet oder die automatische Passwort- vervollständigung im Passwort-Dialog nutzt. Es ist wichtig zu wissen, dass die im Passwortmanager gespeicherten Passwörter nicht verschlüsselt sind. Jeder, der Zugang zu Ihrem Computer hat, kann die Passwörter sehen. Verwenden Sie den Passwortmanager daher nur, wenn kein Unbefugter Zugriff auf Ihren Computer hat; c) Werden mehrere Archive auf einmal entpackt, steht im Passwort-Dialog die Option "Für alle Archive verwenden" zur Verfügung. Damit kann das eingegebene Passwort auf alle zu entpackenden Archive angewendet werden. Verwendet man diese Option mit einem leeren Passwort, überspringt WinRAR beim Entpacken alle verschlüsselten Archive; d) Im Gegensatz zu vorherigen Versionen wird das Passwort aus dem Standardkomprimierungsprofil beim Entpacken nicht verwendet. Möchten Sie dennoch für alle zu entpackenden Archive dasselbe Passwort verwenden, klicken Sie auf die Schaltfläche "Passwörter verwalten..." im Passwortdialog und erstellen Sie ein neuen Passwort-Eintrag. Geben Sie dabei im Feld "Für folgende Archive verwenden (optional)" die Dateimaske "*" an. 4. Unter Windows 7 zeigt WinRAR den Gesamtfortschritt von Archivoperationen auch im WinRAR-Icon auf der Windows-Taskleiste an. Man kann die Anzeige des Gesamtfortschritts mit der Option "Taskleisten-Fortschrittsbalken" im Dialog "Einstellungen - Allgemein" deaktivieren. 5. Die Unicode-Unterstützung wurde optimiert. Die Verarbeitung von nicht- englischen Dateinamen wurde dadurch verbessert. Im Einzelnen gibt es folgende Verbesserungen: a) Besserer Umgang mit Unicode-Zeichen in WinRAR bei Befehlen (unter anderem bei "Datei umbenennen", "Datei konvertieren" und "Dateien suchen"), im Verzeichnisbaum, im Dialog zur Passworteingabe und in vielen anderen Teilen der WinRAR-Oberfläche; b) Im Windows-Explorer werden nun Unicode-Namen in den WinRAR- Kontextmenüs korrekt angezeigt; c) Unterstützung für Unicode in den .lng-Dateien. Dadurch kann WinRAR auch in Sprachen übersetzt werden, die ausschließlich in der Unicode- Kodierung existieren. 6. Änderungen im Syntax des Schalters -x. Es ist nun möglich, Verzeichnisse durch Angabe von Verzeichnismasken mit Wildcards von der Verarbeitung auszuschließen. Diese Verzeichnismasken müssen als letztes Zeichen '\' haben, zum Beispiel -x*tmp*\ oder -x*\temp\ 7. Neue Option "Relative Pfade entpacken" im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen". Wenn man sich in der WinRAR-Oberfläche in einem Unterverzeichnis eines Archivs befindet und man aktiviert die Option "Relative Pfade entpacken", so wird der Verzeichnispfad einschließlich des aktuellen Unterverzeichnisses beim Entpacken nicht berücksichtigt. Befinden Sie sich zum Beispiel im Archivverzeichnis "Backup\MeineDaten" und entpacken Sie das darin enthaltene Verzeichnis "Bilder", so wird dieses Verzeichnis als "Bilder" und nicht als "Backup\MeineDaten\Bilder" entpackt. Diese Option ist der neue standardmäßig eingestellte Modus beim Entpacken. Sie können den Standard-Modus beim Entpacken auf den Standard-Modus von WinRAR 3.x zurücksetzen, indem Sie im Dialog "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen" im Reiter "Erweitert" die Option "Vollständige Pfade entpacken" auswählen und anschließend im Reiter "Allgemein" die Schaltfläche "Einstellungen speichern" anklicken. 8. Windows 98, Windows Me und Windows NT werden von WinRAR und den WinRAR-SFX-Modulen nicht mehr unterstützt. WinRAR 4.0 benötigt mindestens Windows 2000. Benötigen Sie WinRAR für ältere Windows-Versionen, können Sie ältere WinRAR-Versionen unter ftp://ftp.rarlab.com/rar herunterladen. 9. Enthalten TAR-, TAR.GZ- oder TAR.BZ2-Archive symbolische oder harte Links und ist das Zieldateisystem NTFS, erstellt WinRAR diese Links beim Entpacken dieser Archive. Unter Windows Vista und neuer erstellt WinRAR symbolische Links im Archiv als symbolische Links im Dateisystem und harte Links im Archiv als harte Links im Dateisystem. Unter älteren Windows-Versionen werden für symbolische und harte Links im Archiv immer harte Links im Dateisystem erstellt. Unterstützt ein Zieldateisystem, wie zum Beispiel FAT32, Dateilinks nicht, überspringt WinRAR beim Entpacken von TAR-, TAR.GZ- und TAR.BZ2- Archiven diese Links. 10. Die Verarbeitung von Wiederherstellungs-Volumen erfordert weniger Laufwerkssuchvorgänge (Seeks) als in vorherigen WinRAR-Versionen. Die Geschwindigkeit der Wiederherstellung und Reparatur von gesplitteten Archiven mit Hilfe von Wiederherstellungs-Volumen wurde dadurch erhöht. 11. Im Verzeichnisbaum des Entpack-Dialogs kann eine Windows-7-Bibliothek ausgewählt werden. WinRAR verwendet dann als Zielverzeichnis den Standard-Speicherort der Bibliothek. 12. Beim Befehl "Bericht erstellen" stehen für die Berichtsdatei als Ausgabeformate HTML, Unicode-Text und normaler Text zur Verfügung. Im Gegensatz zu vorherigen WinRAR-Versionen bleiben Unicode-Zeichen in den Berichten nun erhalten, wenn als Ausgabeformat HTML oder Unicode-Text gewählt wird. Nicht-englische Zeichen in Dateinamen werden in solchen Berichten nun korrekt angezeigt. 13. Die Meldungsliste bei SFX-Archiven mit grafischer Oberfläche zeigen nur noch Statusmeldungen zum aktuellen Vorgang und Fehlermeldungen an. Die Meldungsliste enthält nun nicht mehr die Namen aller entpackten Dateien. Diese Änderung hat positive Auswirkungen bei selbstextrahierenden Archiven, die sehr viele Dateien enthalten: Die Geschwindigkeit beim Entpacken wird verbessert und der Hauptspeicherbedarf wird reduziert. Treten während des Entpackvorgangs Fehler auf, so ist es nun viel einfacher, die Fehlermeldungen zu finden, weil man sie nicht mehr in der Liste der entpackten Dateinamen suchen muss. 14. SFX-Archive mit grafischer Oberfläche zeigen die Schaltfläche "Entpacken" statt "Installieren", wenn weder der Befehl "Setup" noch "Presetup" im Archivkommentar vorhanden ist. Wenn Sie die Schaltfläche "Installieren" bevorzugen, aber kein Setup-Programm ausführen müssen, dann verwenden Sie einfach den Befehl "Setup=<>". 15. WinRAR zeigt nun beim Reparieren eines Archivs, das Wiederherstellungs- daten enthält, und bei Verarbeiten von Wiederherstellungs-Volumen über dem Fortschrittsbalken auch den Fortschritt in Prozent an. 16. Wird ein gesplittetes Archiv auf einem Datenträger mit dem Dateisystem FAT oder FAT32 erstellt und soll WinRAR die Volumengröße automatisch bestimmen, so wird die Maximalgröße eines Volumens auf 4 GB minus 1 Byte festgelegt. Die Dateisysteme FAT und FAT32 unterstützen keine Dateien mit einer Größe von 4 GB oder mehr. 17. Ist die Option "Warten, wenn andere WinRAR-Kopien aktiv sind" aktiviert und wartet WinRAR gerade auf eine andere WinRAR-Kopie, kann man durch Klicken auf die Schaltfläche "Fortfahren" im Fortschritts-Fenster WinRAR dazu zwingen, das Warten abzubrechen. Mit der Schaltfläche "Fortfahren" kann man also für die aktuelle Operation die Option "Warten, wenn andere WinRAR-Kopien aktiv sind" außer Kraft setzen. 18. WinRAR fragt jetzt nur noch einmal statt zweimal nach dem Passwort, wenn eine verschlüsselte Datei in einem externen Editor geändert und zurück in das ursprüngliche RAR- oder ZIP-Archiv gespeichert wird. Vorherige WinRAR-Versionen fragten normalerweise zweimal nach dem Passwort, das erste Mal beim Entpacken der ursprünglichen Datei und das zweite Mal beim Archivieren der geänderten Datei. Eine einmalige Passwortabfrage gab es bisher nur bei RAR-Archiven mit verschlüsselten Dateinamen. 19. Der neue Fehlercode 10 ("Keine Dateien") wurde zur Liste der Exit-Codes von RAR und WinRAR hinzugefügt. Bei der Ausführung von RAR und WinRAR int der Befehlszeile kann dieser neue Fehlercode bei den Befehlen "Archivieren", "Entpacken", "Löschen und "Reparieren" auftreten. Der Fehlercode 10 weist darauf hin, dass zu der angegebenen Datei- oder Archivmaske keine passenden Dateien gefunden werden konnten. 20. Der Bereich für die Anzeige von Dateinamen im Dialog "Ersetzen von Dateien bestätigen" ist nun mehrere Zeilen hoch. Dadurch können jetzt viel längere Dateinamen angezeigt werden. 21. Der Schalter -ep3 kann nun nicht nur mit Laufwerksbuchstaben, sondern auch mit UNC-Netzwerkpfaden umgehen. Beim Archivieren wird \\server\freigabe in __server\freigabe umgewandelt und beim Entpacken mit dem Schalter -ep3 wieder in den ursprünglichen Netzwerkpfad \\server\freigabe zurückverwandelt. 22. Die neue Option "Im Hintergrund entpacken" im Reiter "Erweitert" des Dialogs "Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen" minimiert beim Entpacken von Dateien WinRAR in den Hintergrund. Die Standardeinstellung dieser Option kann genauso wie alle anderen Optionen für das Entpacken mit der Schaltfläche "Einstellungen speichern" im Reiter "Erweitert" des Entpackdialogs gespeichert werden. Die Option "Archivieren im Hintergrund" im Standardkomprimierungsprofil hat nun keine Auswirkungen mehr auf das Entpacken. 23. Die Schaltfläche "Modus..." im Fortschrittsfenster während einer Archivoperation ist nun auch beim Entpacken und Testen von Archiven aktiviert. Dadurch erhält man Zugang zum Dialog "Befehlsparameter", in dem man die Option "Nach dem Archivieren PC herunterfahren" während Entpack- und Archivtestvorgängen ändern kann. In vorherigen Versionen war dieser Dialog nur beim Archivieren zugänglich. 24. Behobene Fehler: a) Beim Umbenennen einer Datei in einem Archiv konnte es passieren, dass auch alle anderen Dateien mit demselben Namen in anderen Verzeichnissen desselben Archivs umbenannt wurden; b) In vorherigen Versionen wurde bei gesplitteten CAB-Archiven beim Befehl "Informationen anzeigen" ein falscher Wert für "Gesamtgröße gepackt" angezeigt; c) Wurde in der Befehlszeile bei ZIP-Archiven der Befehl 'U'(Hinzufügen und erneuern) oder 'F' (Erneuern) verwendet, so konnte es passieren, dass auch Dateien im Archiv erneuert wurden, die nicht in der Kommandozeile angegeben wurden. Das betraf nur Dateien im ZIP-Archiv, die dieselben Dateinamen hatten wie die Dateien im aktuellen Verzeichnis. Beim Befehl 'A' (Hinzufügen) trat dieser Fehler nicht auf.