4. Erklärung der verschiedenen Funktionen
4.1 Optionen
4.1.1 Programm beenden nach Vorgang, Workstation nach Beenden sperren, Workstation herunterfahren
Wie der Name der jeweiligen Funktion vermuten lässt, wird das Programm nach Sicherung der Daten beendet, der PC nach Beendigung der Sicherung (des Vorgangs)
gesperrt oder herunter gefahren
4.1.2 Speicherkapazität auf Ziel prüfen
Hierbei wird nach dem Vergleich und der Errechnung des benötigten Platzes geprüft, ob auf dem Ziellaufwerk genügend Speicherplatz vorhanden ist - andernfalls kommt ein Hinweis und der Job wird abgebrochen.
4.1.3 NetSend nach Beenden senden an
Diese Funktion kommt speziell in Firmen (oder Privat-) Netzwerken zum Einsatz. Sie ermöglicht nach Beenden des Backups das senden einer kurzen Textnachricht (Kommandozeilenbefehl NET SEND) an einen anderen PC im Netzwerk. In das Textfeld muss lediglich der Name des Ziel-PCs eingetragen werden, z.b. "localhost" (der eigene PC) oder "CHEF-PC" oder ähliches. Dort "poppt" dann ein Infofenster auf mit entsprechender Meldung.
4.1.4 Dauerbetrieb
Wie der Name schon vermuten lässt, wird DirSync nach dem drücken auf Start die eingestellte Zeit abwarten und danach alle (aktivierten) Jobs abarbeiten. Danach wird wieder die einstellte Zeit gewartet und erneut gestartet. Solange, bis der Dauerbetrieb beendet wird.
4.1.5 (Quell-) laufwerke schützen
Diese Option dient dazu, bestimmte Laufwerke vor vesehentlichem Auswählen zu schützen. Hier ist z.B. Laufwerk C: eine gute Wahl. Die dort angegebenen Laufwerke können zwar als Ziellaufwerk ausgewählt werden, werden jedoch nicht akzeptiert und es wird entsprechend hingewiesen.
4.1.6 Sound verwenden
Ist dies eingeschaltet wird ein Sound nach Beendigung von DirSync abgespielt.
4.1.7 Beim Start auf Updates prüfen
Wie der Name vermuten lässt, prüft DirSync bei jedem Start des Programms auf Updates. Diese Funktion sollte eingeschaltet sein um einwandfreie Funktionalität von DirSync zu gewährleisten, da ständig Updates veröffentlicht werden die u.a. Fehler beheben.
4.2 Expertenmodus
4.2.1 Datumsformat
Hier kann das s.g. Datumsformat angegeben werden. Voreingestellt ist das Datum für Deutschland im Format 10.07.12. Dies findet vor allem beim automatischen anlegen von Backupordnern Verwendung. Hierbei gilt: %dd steht für den Tag (also 10), %mm für den Monat (also 07) und %yy bzw. %yyyy für das Jahr (12 bzw. 2012).
4.2.2 VOR Backup starten bzw. NACH Backup starten
Die dort angegebene Datei wird vor bzw nach dem Backup gestartet. Dort könnte z.B. ein Script (.bat-Datei), eine .exe-Datei oder ähnliches angegeben werden. Nach Beendenden des dort angegebenen Programms arbeitet DirSync weiter.
4.2.3 Zeitdifferenz
Diese Option berücksichtigt beim Vergleich (nach Datum) die eingestellte Zeit (in Sekunden). Sollte es Zeitdifferenzen zwischen Quelle und Ziel geben kann diese Option sinnvoll sein. Oftmals ist dies notwendig, wenn zwischen FAT und NTFS gesichert wird.
4.2.4 Prozesspriorität
Hier kann die eigene (DirSync) Priorität unter Windows eingestellt werden. So kann z.B eine niedrigere Priorität eingestellt werden, wenn das Backup während dem arbeiten am PC genutzt wird und nicht zuviel Systemlast zu erzeugen oder wenn mehrere Programme gleichzeitig arbeiten.
4.2.5 Bildschirmschoner
Über diesen Button kann DirSync als Bildschirmschoner installiert werden. Aktiviert wird er dadurch aber nicht! Dies muss manuell erfolgen. Sofern der BS (Bildschrimschoner) einschaltet startet DirSync dann alle eingestellten und aktivierten Jobs. Nach Beenden ist ein DirSync-eigener Bildschirmschoner zu sehen.
4.2.6 Programmsprache
Wie der Name vermuten lässt, kann ich hier die Sprache der Bedienoberfläche von DirSync ändern. Die Änderung wird erst nach dem Neustart von DirSync wirksam. Die dort aufgeführten Sprachen entsprechen den Sprachen, die im Unterordner Languages zu finden sind und als solche erkannt wurden.
4.3 Logging
4.3.1 SecureLog
Über diese Option lässt sich a) RAM-Speicher sparen
und b) im Falle eines Absturzes exakt sehen wie weit DirSync gearbeitet hat. Ohne diese Option würde DirSync alle Log-Einträge im Speicher zwischenspeichern und nach Beenden in die Log-Datei schreiben. Bei aktivierter Option wird jeder Eintrag SOFORT in die Datei geschrieben. Dieser Vorgang verlangsamt den gesamten Backup-Vorgang natürlich, da die Log-Datei für jeden Eintrag geöffnet und geschlossen wird.
4.3.2 Fortlaufende Logfiles anlegen
Eine sinnvolle Option um jedes Backup rückwirkend nachverfolgen zu können. So wird für jeden Durchlauf eine eigene Log-Datei angelegt, sodass man später nachvollziehen kann, was genau passiert bzw. gesichert wurde und welche Fehler auftraten.
4.3.3 Nur wichtige Einträge speichern
Wird diese Option aktiviert so werden nicht alle Aktionen in die Log-Datei eingetragen sondern lediglich die Basisinformationen, Fehler und Statistik. Erfolgreiche Vorgänge werden nicht gespeichert. Dies macht die Log-Datei übersichtlicher und spart Speicherplatz
4.4 Job-Fenster
4.4.1 Unterverzeichnisse mit verarbeiten (in Quelle)
Das Einschalten dieser Funktion wird für fast alle Arten von Backup zutreffen. Aktiviert verarbeitet DirSync nicht nur den angegebenen Quellpfad sondern auch alle Unterordner die dortdrin zu finden sind, also nicht nur C:\Quelle sondern auch C:\Quelle\Unterordner1, C:\Quelle\Unterordner1\Unterordner2\, C:\Quelle\Unterordner1\Unterordner2\Unterordner3 usw.
4.4.2 Dateiiinhalt vergleichen via CRC32, MD5 oder SHA1
Diese Funktion verlgeich die Dateien nicht nur auf Differenzen wie Datum. Eingeschaltet wird für JEDE Quelldatei und JEDE Zieldatei eine s.g. Checksumme errechnet auf Basis der gewählten Berechnungsart. Genauere Infos hierzu findet man bei wikipedia.org. Am gängigsten ist MD5. Zu beachten ist hierbei folgendes: Die Berechnung von Prüfsummen (auch Checksummen oder HASH genannt) benötigten Zeit. Bei vielen und/oder großen Dateien kann dies viel Zeit in Anspruch nehmen. Im Normalfall ist diese Funktion nicht von nöten, da jede Änderung an einer Datei das "Dateiänderungsdatum" neu setzt. In manachen Fällen (teils bei bestimmten Programmen) wird das Datum beim Ändern NICHT geändert, sodass die Datei zwar geändert wurde, jedoch nicht das Datum. In einem solchen Fall würde DirSync NICHT erkennen das hier eine Änderung vorliegt und die betreffende(n) Datei(en) NICHT sichern.
4.4.3 Unterordner für jedes Backup anlegen
Dieser optionale Parameter kann genutzt werden, wenn DirSync für jeden Sicherungsvorgang im Zielordner einen eigenen Ordner anlegen soll. Wichtig: Ist dies aktiviert, wird (logischerweise) bei JEDEM Backupvorgang die KOMPLETTE Quelle gesichert (da in Ziel ja keine Dateien vorhanden sein können). Dies ist KEINE Differenzielle Sicherung! Sinnvoll nur, wenn auf dem Ziel ein mehrfaches an Platz frei ist wie die Quelle groß ist und nur dann, wenn man fortlaufende -komplette -Sicherungen wünscht.
4.4.4 Verifiziere kopierte Dateien (NUR PRO)
Diese Funktion prüft nach dem Sichern einer Datei (von Quelle nach Ziel) ob diese Datei ordnungsgemäß geschrieben wurde. Dies wird auf Basis der Checksumme (siehe 4.4.2) geprüft. Das bedeutet, für jede Quell- und jede Zieldatei die kopiert wurde, wird eine CRC32 Checksum errechnet und diese miteinander verglichen (CRC von Quelle wird mit CRC von Ziel verglichen). Auch hier ist ein hoher Zeitaufwand erforderlich, da für jede kopierte Datei (+ Quelldatei) eine Checksumme berechnet werden muss.
4.4.5 Überflüssige Dateien entfernen (Spiegelung)
Ein "normales" Backup (keine Spiegelung) sichert nicht vorhandene oder geänderte Dateien von Quelle nach Ziel. Dabei "wächst" der Datenbestand auf Ziel kontinuierlich, da auf Ziel niemals Dateien gelöscht werden, die auf der Quelle ggf. gar nicht mehr exisitieren. Mit dieser Funktion wird der Datenbestand gleich gehalten. D.h. Dateien, die auf der Quelle gelöscht wurden seit der letzten Sicherung, aber auf Ziel noch vorhanden sind, werden auf dem Ziel gelöscht, sodass am Ende Quelle und Ziel den identischen Datenbestand haben und somit auch den gleichen Speicherplatz belegen. Info/Tipp: Eine "ausversehen" gelöschte Datei liese sich dann nicht mehr "retten" wenn zwischendrin ein Durchlauf/Backup von DirSync gemacht wurde. Ist auf Ziel genug Platz vorhanden empfielt es sich die Spiegelung NICHT einzuschalten um nachwievor Zugriff auf ältere Dateien zu haben. Bei der Spiegelung kann zusätzlich angegeben werden, wie mit den "zu löschenden" Dateien umgegangen werden soll. Papierkorb und Dauerhaft erklärt sich von selbst. Verschieben ermöglicht es, die Dateien in einen angegebenen Ordner zu verschieben um sie für spätere Verwendung aufzuheben. (NUR PRO)
4.4.6 Seriennummer anstelle Laufwerksbuchstaben verwenden (NUR PRO)
Diese Funktion ist speziell für USB-Laufwerke nützlich. Beim anstecken eines USB-Laufwerks (USB-Stick, Festplatte etc) vergibt Windows als Laufwerksbuchstaben den "nächst freien". Legt man nun einen Sicherungsjob an und Ziel hat z.b. Laufwerk E: kann es dazu kommen, dass beim nächsten mal das USB-Laufwerk einen anderen Laufwerksbuchstaben bekommt, z.B. F: (weil zuvor ein 2. USB-Stick oder ähnliches angesteckt wurde). In solche einem Fall würde das Backup nicht mehr funktionieren, da der Zielordner nicht mehr vorhanden ist bzw. nun ein anderes Laufwerk hat. Aktiviert man diese Funktion speichert DirSync für den Job nicht mehr den Laufwerksbuchstaben (E:\) sondern die Seriennummer dieses Laufwerks. Anschliessend ist es unabhängig welchen Laufwerksbuchstaben das Ziellaufwerk hat, da die Seriennummer ja stets gleich ist. So würde in dem o.g. Beispiel (jetzt ist die Backup-Platte F:) korrekt ausgeführt.
4.4.7 Dateifilter
Hier kann ein Dateifilter angegeben werden. Dies kann z.B. "*.jpg" oder "*.doc" sein wenn ausschließlich diese Dateiendungen Verwendung finden sollen. Auch Mehrfachfilter sind möglich wie z.B. "*.jpg;*.doc;*.xls". Inkludieren bedeutet hier, das AUSSCHLIESSLICH die Dateien berücksichtig werden, die zu dem Filter passen, also hier NUR JPG, DOC und XLS Dateien würden gesichert. Exkludieren würde alle Dateien sichern AUßER die angegebenen Dateitypen JPG, DOC und XLS.
4.4.8 Ordnerfilter
Hier können Ordner aus dem Quellverzeichnis angegeben
werden, die NICHT berücksichtigt werden sollen. Typisches Beispiel wäre hier, wenn D:\ unsere Quelle als Beispiel sein soll ein Ordner wie "$RECYCLE.BIN". Dieser Ordner ist unser Mülleimer für das Laufwerk und sollte nicht gesichert werden. Oftmals sind solche Systemordner gesperrt und führen nur zu Fehlermeldungen. Natürlich kann hier auch jeder andere Ordner angegeben werden, der von der Sicherung ausgeschlossen werden soll. |